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Ein Anfang ist gemacht: Freiwillige Helfer mähten jetzt die öffentliche Fläche, auf der eine Art Lerngarten entstehen soll.

Bund Naturschutz startet neues Projekt

In Wolfratshausen werden die Sensen gewetzt

  • Sabine Schörner
    vonSabine Schörner
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Die Wolfratshauser Ortsgruppe des Bund Naturschutz hat ein neues Projekt gestartet: „GArtenvielfalt“ - mit großem A - lautet der Titel.

Wolfratshausen – Wegen Corona musste die Ortsgruppe des Bund Naturschutz (BN) bislang alle Aktionen verschieben. Nun aber fiel der Startschuss für das Projekt „GArtenvielfalt“. Unter der Mithilfe der Sensologin Claudia Kanzler haben BN-Mitglieder kurzfristig die Projektfläche gemäht.

Wie berichtet hat die Stadt dem BN auf Nachfrage eine rund 100 Quadratmeter große Fläche neben dem Radweg zwischen Farchet und Waldram zur Verfügung gestellt. Gemeinsam mit Bürgern soll dort in Workshops ein naturnaher, arten- und strukturreicher Bereich geschaffen werden, der auch andere inspiriert und anleitet, im eigenen Garten etwas für die Artenvielfalt zu tun.

„Naturnahe Gärten haben inzwischen einen unwahrscheinlich hohen Stellenwert“, erklärt die BN-Ortsvorsitzende Dr. Sigrid Bender in einer Pressemitteilung. Sechs Prozent unserer heimischen Fauna kommen dort vor, rechnet sie vor, das sind 2828 Tierarten. Während die Artenvielfalt in der freien Landschaft rapide schrumpfe, nehme diese in Siedlungsbereichen zu. „Eine Zunahme von Naturgärten mit heimischen Wildpflanzen und Lebensinseln können daher einen entscheidenden Überlebensbeitrag zum Artenschutz leisten“, so Bender. Oder anders ausgedrückt: „Das beste Rezept für hohe Artenvielfalt heißt: Lebensräume schaffen. Mit jeder heimischen Pflanzenart bietet man zirka zehn Tierarten Futter.“

Bund Naturschutz will neue Wege gehen

Mit dem Projekt „GArtenvielfalt“ will der BN andere Wege gehen, als nur das üblich Insektenhotel aufzustellen. „Ziel ist es, eine Art Lerngarten ins Leben rufen, der quasi das Zentrum von vielen, angrenzenden naturnahen Flächen bildet und viele unterschiedliche Element oder Lebensinseln enthält“, sagt Bender und nennt als Bespiele ein Sandarium, einen Käferkeller, ein Magerbeet, Totholz- und Steinhaufen sowie Benjeshecken.

Wann die Bürgerworkshops stattfinden, wird zu gegebener Zeit auf der Homepage und über die Presse bekannt gegeben.  sas

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