Bauarbeiten kurz vor Abschluss

Intelligente Ampel am Wasen: Es dauert noch eine Woche

Wolfratshausen – Die Bauarbeiten am Wasen stehen kurz vor dem Abschluss. Voraussichtlich Ende der kommenden Woche soll die erneuerte Ampelanlage in Betrieb genommen werden. Dann bekommen es die Autofahrer mit einer deutlich intelligenteren Ampel zu tun.

Ursprünglich hatte das Straßenbauamt in Weilheim diesen Freitag, 7. Oktober, angepeilt, um die mit 40 000 Euro zu Buche schlagenden Bauarbeiten abzuschließen. Dass es damit nichts wird, liege schlichtweg daran, „dass wir eine Woche später angefangen haben als geplant“, erläutert der zuständige Mitarbeiter der Behörde, Martin Glück. „Deshalb sind wir zeitlich im Soll, die Arbeiten laufen wie geplant.“

Die alten Masten wurden abgebaut, in den vergangenen Tagen seien die für die neuen Masten benötigten größeren Fundamente gelegt worden. Die neue Ampel an der Kreuzung Johannisbrücke/Am Wasen ist identisch mit dem Anlagentyp, der an der Einmündung des Autobahnzubringers in die Bundesstraße 11 seit kurzem in Betrieb ist. Hier wie dort werden die Signale nun „verkehrsabhängig gesteuert“. Dafür mussten zusätzliche Kameras installiert werden. „Die Ampel wird intelligenter“, beschreibt Glück die neue Funktion.

Bisher sei die Schaltung durch ein festes Programm geregelt worden. Durch die zusätzlichen Kameras merke die Schaltanlage künftig, wenn beispielsweise kein Fahrzeug auf der Linksabbiegespur komme. „Dann kann mal eine Abbiegephase übersprungen werden“, erklärt der Fachmann. „Die einzelnen Phasen können flexibler gesteuert und so dem Verkehrsaufkommen besser angepasst und optimiert werden.“ Kommende Woche sollen die neuen Masten aufgestellt werden. „Die kommen wieder exakt dahin, wo sie vorher waren. Und die Fundamente sind versenkt, so dass keine Hindernisse entstehen“, versichert Glück.

Damit beruhigt er auch einen besorgten Wolfratshauser Bürger, der beim Anblick der offengelegten Fundamente befürchtet hatte, dass durch die neue Anlage die Zufahrt zum Josef-Bromberger-Weg versperrt und somit die Einfahrt für größere Fahrzeuge zur Alten Floßlände unmöglich gemacht werden könnte. „Beim Einsatz der beiden beinahe ertrunkenen Flüchtlingskinder war das die einzige schnelle Zufahrtsmöglichkeit“, gab der Wolfratshauser zu Bedenken.

Der Abstand zwischen Masten und Hecke betrage jedoch wie vorher 3,50 Meter, hat Glück vor Ort nachgemessen. „Das ist als Zufahrt nicht ideal. Aber die Masten zu versetzen wäre eine größere Sache gewesen.“ Dann hätten zusätzlich die Fahrbahnmarkierung und Schleifen im Asphalt erneuert und außerdem das Programm für das Steuergerät komplett umgeschrieben werden müssen.

von Rudi Stallein

Rubriklistenbild: © dpa

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