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„Die Kreisklinik fit für die Zukunft gemacht“: Das sagte Geschäftsführer Hubertus Hollmann (4. v. re.) bei der Eröffnung der rundum modernisierten Intensivstation. Auch Landrat Josef Niedermaier (3. v. re.) zeigte sich überzeugt davon, dass die drei Millionen Euro gut investiert sind.

Das High-Tech-Herzstück

So funktioniert die neue Kreisklinik-Intensivstation

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Wolfratshausen - In der Kreisklinik sollen Schwerstkranke, Unfallopfer und frisch Operierte künftig noch besser versorgt werden: Nach einjähriger Bauzeit wurde die modernisierte Intensivstation eröffnet.

„Wir haben die Kreisklinik fit für die Zukunft gemacht“, erklärte Geschäftsführer Hubertus Hollmann. Mit der Fertigstellung der neuen Intensivstation findet die Generalsanierung des Krankenhauses ihren Abschluss: „Mehr als 15 Jahre wurde gehämmert, umgebaut und modernisiert.“ Allein der letzte Bauabschnitt, zu dem die Modernisierung des Endoskopie-Bereichs, der Operations- und Aufwachräume sowie des Labors gehörten, habe 7,3 Millionen gekostet – und damit etwa genauso viel wie der komplette Bau des Krankenhauses in den 1960er-Jahren. Das „Herzstück“, so Hollmann, die neue Intensivstation, schlug mit drei Millionen Euro zu Buche.

Die Umbaumaßnahmen wurden auch mit Hilfe des Freistaats finanziert

Finanziert wurden die gesamten Umbaumaßnahmen mit Unterstützung des Freistaats Bayern und des Landkreises. „Der Pfennig, der hier geschlagen wird, gilt bei den Bürgern viel“, betonte Landrat Josef Niedermaier vor den zahlreichen Gästen der Eröffnungsfeier. Wichtig sei, dass die Patienten vor Ort perfekt und sicher versorgt werden können – auch wenn er „jedem wünscht, dass er es nicht braucht“.

Von einer optimalen Ergänzung zum Notarztstandort Wolfratshausen sprach der Chefarzt der Anästhesie, Dr. Josef Orthuber. Gemeinsam mit seinen internistischen und chirurgischen Kollegen, Dr. Michael Trautnitz und Dr. Stefan Schmidbauer, leitet er die neue High-Tech-Station. Freundliche Farben und eine ansprechende architektonische Gestaltung sollen dafür sorgen, dass sich die Patienten und ihre Angehörigen wohlfühlen. Auch die Bettwäsche weckt mit warmen Grün- und Orangetönen heimelige Gefühle. In insgesamt zehn Betten in Einzelzimmern werden Schwerstkranke künftig mit Hilfe modernster Geräte überwacht und medizinisch versorgt, erklärte Hollmann. Im Zuge des Umbaus sei auch eine völlig neue technische Infrastruktur geschaffen worden. Dadurch ließen sich sehr hohe hygienische Standards erfüllen. Aufgrund der wesentlich größeren Fläche könnten die Beschäftigten zudem ergonomischer arbeiten. Für Gespräche mit Ärzten und Pflegern gibt es einen separaten und abgeschirmten Besprechungsraum.

Höhere Kapazität, höhere Belegung

Bisher verfügte die Einheit nur über acht Betten, in denen jährlich etwa 1200 Patienten betreut wurden. Dank der höheren Kapazität und verbesserten Versorgung soll diese Zahl in den nächsten Jahren deutlich steigen, so das Ziel des Geschäftsführers.

In Betrieb gehen wird die neue Intensivstation voraussichtlich Anfang März. Hollmanns Hoffnung ist, dass „die Bürger die neue Leistungsfähigkeit der Kreisklinik auch annehmen“. Zumindest die anwesenden Gäste – darunter Mitglieder des Aufsichtsrats und des Fördervereins der Klinik, Planer, Chefärzte und Seelsorgerinnen – zeigten sich vom Ergebnis der Modernisierungsmaßnahmen sehr beeindruckt.

von Clara Wildenrath

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