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An Thementischen tauschten sich die Teilnehmer im Pfarrheim aus. 

Wolfratshauser und Flüchtlinge lernen sich kennen

Interkulturelles Speed-Dating

Im Pfarrheim St. Andreas sind sich Einheimische und Asylbewerber nähergekommen - dank eines besonderen Kennenlernspiels. Es zeigte, dass es viele Gemeinsamkeiten gibt. 

Wolfratshausen – Was erleben Asylbewerber in ihrer neuen Heimat? Wie stellen sie sich ihre Zukunft vor? Antworten auf Fragen wie diese gab eine Veranstaltung des Asylhelferkreises, der Stadt und der Asylsozialberatung des Münchner Vereins „Hilfe von Mensch zu Mensch“ am Freitag. Dass der Gedankenaustausch im Pfarrheim St. Andreas trotz Sprachbarrieren funktionierte, stimmte die rund 70 Teilnehmer glücklich.

Durch ein Kennenlernspiel von Ines Lobenstein, Leiterin des Asylhelferkreises, war von der anfänglichen Zurückhaltung einiger Gäste nichts mehr zu spüren. Zwei Gruppen mussten Fragen nach persönlichen Vorlieben sozusagen mit den Füßen beantworten. Ein Beispiel: „Wer die Farbe Blau mag, geht auf die linke Seite, wer Rot bevorzugt, auf die andere.“ Durch die Fragen zu Alltagsvorlieben kam es zu einer Durchmischung aller Nationalitäten. „Wir haben alle viele Gemeinsamkeiten, kommen aber aus verschiedenen Kulturen“, so Lobensteins Fazit.

Man stärkt sich am mulitkulturellen Büffet

Nach einer Stärkung am multikulturellen Buffet setzten sich kleinere Gruppen an Themen-Tischen zusammen, deren Teilnehmer wie beim Speed-Dating wechselten. Eine gelungene Veranstaltung: „Das war sehr interessant für mich, da hat die Zeit fast nicht ausgereicht“, sagte Stadtrat Hans Schmidt (Grüne). Ein Syrer erinnerte daran, dass es in seinem Heimatland eine 2000-jährige christliche Tradition gibt und viele Berührungspunkte mit Wolfratshausern bestünden. Bernhard Reisner sah das genauso. „Es noch nicht lange her, da waren Deutsche auf der Flucht und wurden in fremden Ländern herzlich aufgenommen“, erklärte der Vertreter des Historischen Vereins. „Es ist deshalb unsere soziale und christliche Pflicht, das auch zu tun.“ Peter Hermann 

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