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Die Kreisklinik braucht Personal. Wohnungen könnten den Arbeitsplatz attraktiver machen. Die jüngste Vorgehensweise allerdings missfällt einigen Stadträten.

Wolfratshauser Stadträte sind sauer

Interna ausgeplaudert: Kritik an Landrat Niedermaier

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Es fehlen Wohnungen fürs Klinikpersonal in Wolfratshausen. Dass sich Landrat Niedermaier öffentlich zu dem Thema geäußert hat, stößt einigen Stadträten sauer auf.

Wolfratshausen – Während der jüngsten Stadtratssitzung in Wolfratshausen haben Landrat Josef Niedermaier (Freie Wähler) mutmaßlich die Ohren geklingelt. Sowohl der Fraktionschef der SPD, Fritz Meixner, als auch CSU-Stadtrat Peter Plößl kritisierten den Landrat scharf. Es sei kein guter Stil, Interna „aus nicht öffentlichen Sitzungen preiszugeben“, stellte Plößl erzürnt fest.

Was war geschehen? Landrat Niedermaier, Aufsichtsratsvorsitzender der Wolfratshauser Kreisklinik, hatte sich kürzlich in einer Kreisausschusssitzung zum Thema Wohnraum für Klinikmitarbeiter geäußert (wir berichteten). Einen Tag zuvor hatte ein nicht öffentliches Treffen des Klinikausschusses des Kreises stattgefunden. Genau genommen war es allerdings Wolfgang Krause, Abteilungsleiter in der Kreisbehörde, der von Optionen berichtete, um zusätzliche Personalwohnungen im Bereich der Klinik am Wolfratshauser Moosbauerweg zu schaffen. Zum Beispiel auf einer Fläche östlich der Klinik, in der Nähe des Parkplatzes. „Dort könnten wir 39 Appartements zwischen 36 und 65 Quadratmetern realisieren“, sagte Krause. „Alternativ ist ein Grundstück in Waldram im Gespräch“, dieses gehöre der Stadt. „Hier wollen wir klären, ob dort auch Wohnungsbau möglich wäre – gegebenenfalls über eine Baugenossenschaft oder über eine stadteigene Gesellschaft. Die Kreisklinik möchte sich dann Belegungsrechte für Mitarbeiter sichern“, erläuterte der Abteilungsleiter.

„Man muss das gut abwägen“, kommentierte Landrat Niedermaier das Gehörte. Schließlich könne ein Aufbau auf dem bestehenden Parkdeck alternativ als Erweiterungsfläche für das Krankenhaus dienen. Personalwohnungen würden diese Möglichkeit zunichte machen.

Gespräche bisher nur „zwischen Tür und Angel“

Wohnraum für das Klinikpersonal zu schaffen sei ein löbliches Vorhaben, betonte Meixner in der jüngsten Stadtratssitzung. Leider habe er von dem Vorhaben und der Tatsache, „dass der Landrat auf die Stadt Wolfratshausen zugehen will“, nur aus der Zeitung erfahren. Ob Niedermaier bereits mit ihm gesprochen habe, wollte Meixner von Rathauschef Klaus Heilinglechner (BVW) wissen. „Nur zwischen Tür und Angel“, antwortete der Bürgermeister. „Noch nichts Offizielles.“

Peter Plößl, Mitglied des Klinik-Aufsichtsrats, erinnerte an den Antrag der CSU-Fraktion im Kreistag. In diesem fordern die Christsozialen die Kreisbehörde auf, nach geeigneten Standorten für Klinikmitarbeiter in der Loisachstadt zu forschen. Plößl sieht gute Chancen, dass das eine oder andere Grundstück für diesen Zweck in Frage kommt. Doch welche das sind, möchte er nicht aus der Zeitung erfahren. cce

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