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Interviewer besuchen 600 Haushalte im Landkreis

Mikrozensus: Die wichtigsten Antworten

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Haben Sie einen Nebenjob? Lebt Ihr Ehepartner im selben Haushalt? Woher kommt das Geld für Ihren Lebensunterhalt? Diese und rund 200 weitere Fragen stellen geschulte Interviewer im Rahmen des Mikrozensus‘. Wir haben die wichtigsten Infos dazu.

Wolfratshausen – Der kleine Bruder des Zensus findet jedes Jahr statt. Was Sie dazu wissen müssen, beantwortet Verena Parusel vom Bayerischen Landesamt für Statistik.

Wie viele Bürger werden befragt? 

Im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen werden 2017 rund 600 Haushalte befragt. Pro Haushalt kann man erfahrungsgemäß durchschnittlich zwei Personen rechnen. Es ist aber vorher nicht bekannt, wie viele Personen in einem Haushalt leben.

Wann findet die Befragung statt?

Die Befragung läuft das ganze Jahr über.

Wie viel Zeit muss ich einplanen?

Das kommt vor allem darauf an, wie viele Personen in einem Haushalt leben und wie viele dieser Personen erwerbstätig sind. Es gibt nämlich zahlreiche Fragen zur Erwerbstätigkeit, auch zu Nebenjobs. Bei Einpersonenhaushalten dauert die Befragung im Schnitt 15 Minuten, bei großen Haushalten kann es auch 30 bis 45 Minuten dauern.

Wer führt die Befragungen durch?

Die Befragungen werden von ehrenamtlich tätigen Interviewern durchgeführt, die jährlich geschult werden.

Kann ich auch schriftlich antworten?

Ja. Ein Haushalt kann jederzeit den vom Interviewer vorgeschlagenen Termin absagen und einen Papierfragebogen anfordern, den er eigenständig beantwortet. Auch Haushalte, die vom Interviewer nicht angetroffen werden, bekommen vom Landesamt automatisch Bögen zum Selbstausfüllen zugeschickt.

Besteht Auskunftspflicht?

Für den Großteil der Fragen besteht Auskunftspflicht. Den Bogen kann man unter www.statistik.bayern.de/statistik/private_haushalte/ einsehen. Freiwillige Fragen sind grün markiert und mit „freiwillig“ gekennzeichnet. Dazu zählen unter anderem Fragen zum Arbeitsverhältnis und zur beruflichen Zufriedenheit, oder zu einer eventuellen Behinderung. Auch Antworten zu Rauchgewohnheiten sind freiwillig.

Was passiert, wenn ich mich weigere?

Eine Verweigerung führt zunächst zu einem formellen Heranziehungsbescheid inklusive Rechtsbehelfsbelehrung. Erfolgt auch dann keine Beantwortung, so wird ein Zwangsgeld von 250 Euro fällig. Dies bedeutet jedoch kein „Freikaufen“; die Auskunftspflicht besteht auch bei Zahlung des Zwangsgeldes weiterhin. Das Zwangsgeld kann in diesen Fällen auch gesteigert werden.

Muss ich den Interviewer ins Haus lassen?

Nein. Wie bereits erwähnt, kann man den Bogen auch hinter geschlossenen Türen selbst ausfüllen.

Welche Fragen werden gestellt?

Der Fragebogen ist in Themenblöcke eingeteilt, an denen man sich ganz gut orientieren und sich einen Überblick über die Schwerpunktthemen verschaffen kann. Der Bogen umfasst mehr als 70 Seiten und über 200 Fragen. Insofern ist es schwierig, einzelne Fragen herauszugreifen.

Welche Erkenntnisse für den Landkreis erhofft man sich?

In Bayern können keine Ergebnisse des Mikrozensus auf Ebene der Landkreise und kreisfreien Städte ausgewiesen werden, da die Ein-Prozent-Stichprobe hierfür nicht ausreicht. Das gilt insbesondere bei kleinen Kreisen und Städten. Das Bayerische Landesamt für Statistik muss auf die Ebene der regionalen Anpassungsschichten beziehungsweise Regionen zurückgreifen. Nur für die drei größten Städte München, Nürnberg und Augsburg können separate Ergebnisse der Befragung ausgewiesen werden.

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