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Präsentierten am Flusstag ein unterhaltsames Programm : (v. li.) Sabrina Schwenger, Stefan Goller, Gabriele Rüth, Peter Fischer, Sigi Menzel und Hermann Paetzmann. 

„Flüsse sind wie die Adern von Mutter Natur“

Das ist beim ersten Wolfratshauser Flussfilmfestival geboten

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Zum ersten Mal veranstaltet der Verein Flößerstraße ein Flussfilmfestival in Wolfratshausen. Vom 9. bis 11. November dreht sich alles um das reißende Nass.

Wolfratshausen – Vom 9. bis 11. November findet in der Loisachhalle das erste Flussfilmfestival statt. Einen Vorgeschmack, was die Besucher dort erwartet, lieferte jüngst ein abwechslungsreicher Film- und Vortragsabend des Vereins Flößerstraße.

„Flüsse sind wie die Adern von Mutter Natur: Sie spenden Wasser und geben damit Leben“, erklärte Gabriele Rüth. Die Vorsitzende des Vereins Flößerstraße freute sich, dass der Rote Salon in der Wirtschaft Flößerei am „Internationalen Tag der Flüsse“ voll besetzt war. Sie erinnerte zudem daran, dass dieser Aktionstag seit nunmehr 13 Jahren stattfindet. „Es muss ein globales Interesse zum Erhalt und Schutz der Flüsse geben“, unterstrich Rüth. Hermann Paetzmann ergänzte, dass sich auch zahlreiche Dichter und Musiker von Flüssen inspirieren ließen. Er spannte einen weiten Bogen von Heinrich Heines Loreley-Gedicht bis hin zu Willy Michls „Isarflimmern“ und erheiterte die Besucher mit einer witzigen Gesangseinlage. Im Anschluss bedankte sich Sabrina Schwenger über die rege Beteiligung am Malwettbewerb „Lebensader Fluss“, an dem sich unter anderem die Schule der Phantasie, das Rainer-Maria-Rilke-Gymnasium in Icking sowie die Isar-Loisach-Realschule und der Mamma-Lupa-Waldkindergarten aus Wolfratshausen beteiligt hatten.

Das Flussfestival war ein Erfolg - der Blick auf die Ausgabe allerdings nicht. Jetzt steht das Programm für 2019.

Wie man sich in der Umgebung von Flüssen verhalten sollte, berichtete Isarranger Stefan Goller im Gespräch mit Moderator Peter Fischer. „Ich sensibilisiere die Leute, sorgsam mit der Natur umzugehen“, sagte der gelernte Landschaftsarchitekt. Das heißt: Das Entzünden von Lagerfeuern, laute Partys und das Übernachten am Isarufer sind tabu. „98 Prozent meiner Begegnungen mit den Menschen sind wunderschön“, verriet Goller. Nur einmal sah sich der meist im Südlandkreis tätige Isarranger aufgrund von uneinsichtigen Störenfrieden gezwungen, die Polizei zu rufen.

Warum Flüsse so schützenswert sind, zeigte dann ein vom Wolfratshauser Regisseur Sigi Menzel angefertigter Zusammenschnitt, der Sequenzen aus allen 13 Beiträgen des Flussfilmfestivals enthielt. Gefordert waren schließlich auch die grauen Zellen der Besucher. Bei einem Multiple-Choice-Quiz galt es, jeweils die richtige Lösung anzukreuzen und so Karten für das Flussfilmfestival zu gewinnen. Für Kopfzerbrechen sorgte dabei vor allem die Frage, ob es einen Fluss mit dem Namen Biber, Kröte oder Reh gibt.

Mit der abschließenden Vorführung des Dokumentarfilms „Lebensader Loisach“ fand ein kurzweiliger Abend sein krönendes Ende. 

ph

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