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Hier steppt der Bär: Ausgelassene Partystimmung herrschte am Samstag bei der „Notte Italiana“ im Zelt vor der Musikbar D’Amato. Die Formation „Musica Ribelle“ um Sängerin Grazia Di Fresco sorgte für eine volle Tanzfläche.

Rosen, Reggae, Ramazzotti

Festival D'Amato: Furioses Finale

Wolfratshausen – Mit italienischer und karibischer Party-Musik endete das Festival D'Amato. Das Konzept ging weitgehend auf.

„Dem Michele gehört eigentlich ein Denkmal in Wolfratshausen gesetzt“, forderte Christoph Bühring-Uhle am Samstagabend und lachte herzhaft. Der Münsinger Inhaber des Musikverlags BSC Music hängt bei der Aussprache des Namens von Festival-Organisator Michel Amato stets ein „e“ dran und machte seinem Kompagnon nach dem Sacco & Mancetti-Konzert am Freitagabend sogar scherzhaft einen Heiratsantrag. „Ich sehe ihn viel öfter als meine Frau“, entschuldigte sich Bühring-Uhle bei seiner Gattin Monika.

Zusammen mit vielen Helfern stellte das Duo am Parkplatz vor dem D’Amato an der Geltinger Straße in Wolfratshausen ein großes Zelt auf, in dem vom 28. Juli bis zum Sonntagabend verschiedene Musikgruppen und Künstler auftraten. Trotz Sommerferien und einiger Parallelveranstaltungen ging das Konzept weitgehend auf. Einzig beim schwach besuchten Bavaria-Vista-Club-Sonntag vor einer Woche ließ die Publikumsresonanz doch sehr zu wünschen übrig.

„Die Einheimischen ließen sich leider erst gegen Ende des Festivals blicken“, zeigte sich Bühring-Uhle im Gespräch mit unserer Zeitung verwundert. Als er beim Eröffnungskonzert von „Weiherer und den Dobrindts“ nach anwesenden Wolfratshausern fragte, hoben gerade mal drei der über 200 Besucher den Zeigefinger. Neun Tage später bekannten sich im Rahmen der Italienischen Nacht dann schon gut zwei Drittel des Publikums zur Flößerstadt.

Gerade bei dieser Veranstaltung zeigte sich, dass das Festival D’Amato nahezu alle Altersgruppen anspricht. Schon beim ausverkauften Auftritt der „Bananafishbones“ (wir berichteten) saßen zum Teil Familien mit Kindern an den Tischen. Noch mehr getanzt wurde indes zu den italienischen und englischen Coversongs von Musica Ribelle. Das Sextett trat erstmals mit der neuen Sängerin Grazia Di Fresco auf, die nicht nur optisch eine Bereicherung für die Band ist. War ihre Stimme bei den ersten, etwas zu schnulzig geratenen Songs nur leise zu hören, legte die zierliche Frontfrau im Laufe des über dreistündigen Abends deutlich an Lautstärke zu.

Bereits nach einer halben Stunde füllte sich die Tanzfläche vor der Bühne mit Paaren und Solotänzern – darunter auch Wolfratshausens Bürgermeister Klaus Heilinglechner sowie die Stadträte Dr. Ulrike Krischke, Annette Heinloth, Josef Praller und Peter Plößl. Andere Besucher genehmigten sich passend zu den Liedern des Schmusebarden Eros Ramazzotti einen Schluck des gleichnamigen italienischen Kräuterlikörs.

Bevor ein Feuerwerk von Pyro-Künstler Alfred Fraas den Nachthhimmel über der Geltinger Straße erhellte, verteilte Wirt Michel Amato Rosen an die vielen Helfer, die zum reibungslosen Ablauf des zweiten Festivals D’Amato – der Erstauflage im Jahr 2014 folgte 2015 eine kleine Festa – beigetragen haben.

Mit einem Reggae-Konzert von Roykey Creo klang der abwechslungsreiche Veranstaltungsreigen am Sonntagabend karibisch aus.

von Peter Herrmann

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