Attacke auf Passanten in Hamburg: Ein Toter, mehrere Verletzte

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Mannschaftsfoto aus aktuellem Anlass: Der 150. Geburtstag hat das vergangene Jahr bei der Feuerwehr Wolfratshausen geprägt.

Feuerwehr Wolfratshausen

260 Mal volle Konzentration

Wolfratshausen – Seit über 150 Jahren löscht die Freiwillige Feuerwehr Wolfratshausen nicht nur in ihrer Heimatstadt Brände. Sie hilft manchmal sogar außerhalb Bayerns bei der Bekämpfung von Überflutungen oder der Bergung von Unfallopfern. Das vergangene Jahr war vor allem von den Feierlichkeiten zum 150. Geburtstag  geprägt.

Vereinsvorsitzender Florian Seitner und Kommandant Andreas Spohn erinnerten im Rahmen der Jahresversammlung an die teilweise kräftezehrenden Vorbereitungen für den Festakt, in dessen Verlauf unter anderem ein neues Einsatzfahrzeug geweiht und ein umfangreiches Programm in der Loisachhalle zusammengestellt wurde. Innenminister Joachim Herrmann zeigte sich von der perfekten Organisation damals genau so angetan wie Landrat Josef Niedermaier. Der adelte die Wolfratshauser Freiwilligen aufgrund ihrer vielseitigen Einsatzgebiete sogar als „extremste Feuerwehr des Landkreises“.

260 Einsätze, knapp 3100 Einsatzstunden

Insgesamt rückten die Einsatzkräfte 260 Mal aus, knapp 3100 Einsatzstunden kamen zusammen (siehe Kasten). Grund genug für Bürgermeister Klaus Heilinglechner, sich bei den Arbeitgebern der freiwilligen Kräfte für die Freistellungen zu bedanken. Wie Kommandant Spohn wünschte sich der Ratshauschef, dass alle Helfer auch heuer gesund und unverletzt von ihren Einsätzen nach Hause kommen.

260 Einsätze mit einer Gesamtleistung von 3098,5 Stunden: Das ist die Jahresbilanz 2015 der Freiwilligen Feuerwehr Wolfratshausen. Zu 53 Brandeinsätzen kamen laut Kommandant Andreas Spohn 107 technische Hilfeleistungen hinzu. Neun Mal rückten die Taucher und einmal die Flughelfer aus. Bei 90 Einsätzen der Ersthelfergruppe First-Responder wurde 42 Mal das Reanimationsgerät „Lukas“ angefordert. (ph)


Neben zahlreichen ernsten Einsätzen gab es 2015 freilich auch wieder reichlich unspektakuläre Alarmierungen. Spohn erinnerte sich beispielsweise an „einen betagten Stammkunden“, der des Öfteren sein Essen anbrennen ließ und damit die Brandmeldeanlage auslöste. „Wir müssen das aber ernst nehmen. Schließlich kann nach unzähligen Fehlalarmen ja mal wirklich was passieren.“
 
Große Anstrengungen waren erforderlich, als am 21. Februar ein Pkw aus der Leitplanke des Autobahnzubringers entfernt werden musste. Die Straße war deswegen über eine Stunde gesperrt (wir berichteten). Knapp zwei Wochen später entzündete sich die Elektroanlage im Filmstudio der ARD-Serie „Hubert und Staller“. Innerhalb von drei Stunden gelang es 43 Helfern, den Schmorbrand zu löschen. „Wie sich später herausstellte, war keine Fernsehkamera versteckt“, witzelte Spohn.

Feuer, Funkenflug und umstürzende Bäume

Neben Einsätzen stehen für die Feuerwehr besonders Übungen, Schulungen sowie die Brandschutzerziehung an Kindergärten und Schulen im Fokus. Rechnet man diesen Arbeitsaufwand für die freiwilligen Kräfte hinzu, kommen die 80 aktiven Wolfratshauser Feuerwehrdienstleitende auf ein Gesamtstundenaufkommen von 9019 Stunden, so Spohn.

Als ereignisreichster Tag blieb ihm der 31. März vergangenen Jahres in Erinnerung. Damals fing zunächst die Lagerhalle eines Königsdorfer Betriebes Feuer. Der starke Wind sorgte danach für einen gefährlichen Funkenflug, durch den sich auch ein 200 Meter entfernter Stadel entzündete. Und nicht nur das: Stürzende Bäume und ein auf eine Kreuzung gewehtes Dixi-Klo hielten insgesamt 40 Feuerwehrleute aus Wolfratshausen auf Trab.

Bei einem Taucheinsatz Ende August kam jede Hilfe der Rettungskräfte zu spät: Auf dem fünf Meter tiefen Grund des Buchsees wurde nach zwei Tagen die Leiche eines Mannes entdeckt.

Um den hohen Anforderungen der manchmal recht riskanten Einsätze gerecht zu werden, bedurfte es laut Spohn einer modernen technischen Ausrüstung und umfangreicher Fortbildungen. So gelang die Einführung des Digitalfunks laut Kreisbrandmeister Karl Murböck relativ schnell: „Das war eine Mammutaufgabe. Innerhalb von drei Monaten mussten 1800 Einsatzkräfte im Landkreis geschult werden.“

von Peter Herrmann

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