Jahresversammlung der Weidacher Feuerwehr: „Ihr seid ein extrem wichtiger Verein“
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Langjährige Mitglieder: Kommandant Robert Buxbaum (re.) ehrte am Freitagabend (v. li.) Hans Fischhaber (30 Jahre Mitglied der Weidacher Wehr), Georg Holzer (40 Jahre) und Martin Lambl (50 Jahre). 

Auch das Vereinsleben kommt nicht zu kurz

Jahresversammlung der Weidacher Feuerwehr: „Ihr seid ein extrem wichtiger Verein“

  • vonPeter Herrmann
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56 Einsätze, 580 Einsatzstunden, alle unfallfrei und erfolgreich beendet: Das hat die Feuerwehr Weidach 2018 geleistet. Bei der Jahresversammlung wurde Bilanz gezogen. 

Wolfratshausen – Der Kampf gegen die Schneemassen – dazu gehören auch technische Hilfeleistungen – halten derzeit auch die Ehrenamtlichen der Feuerwehr Weidach in Atem. Eine willkommene Verschnaufpause bot am Freitagabend die Jahresversammlung im Wirtshaus Flößerei, die der Erste Kommandant Robert Buxbaum zu einem Rückblick auf 2018 sowie für Ehrungen und Beförderungen nutzte.

„Die Arbeit der Feuerwehr kann man gar nicht hoch genug schätzen: Ihr seid ein extrem wichtiger Verein“, betonte Vize-Bürgermeister Fritz Schnaller. Zuvor hatte Kommandant Robert Buxbaum an 56 Einsätze im vergangenen Jahr erinnert – 13 mehr als 2017. Es waren acht Löscheinsätze, 27 technische Hilfeleistungen, fünf Sicherheitswachen sowie 16 sonstige Einsätze. „Insgesamt wurden 2018 rund 580 Einsatzstunden geleistet, die alle unfallfrei und erfolgreich beendet wurden“, zeigte sich Buxbaum zufrieden. Hinzu kam für den regulären Übungsdienst der aktiven Mannschaft ein Zeitaufwand von rund 750 Stunden.

Die anspruchsvollste Herausforderung war für die Feuerwehrmänner aus Weidach der Großbrand in der ehemaligen Ickinger Reithalle am 23. Juli, der zwei Menschen das Leben kostete. Seite an Seite mit zahlreichen Kameraden aus der Region erfolgte der Löscheinsatz im Dunkel der Nacht in einem schwer zugänglichen Gelände. Neben Gefahr eines Absturzes drohte eine weitere Brandausbreitung, das Einatmen von giftigen Dämpfen sowie Explosionen.

Vergleichsweise harmlos mutete eine Woche später die Entfernung einer giftigen Kupferotter aus einem Garten an. „Wir fingen die Schlange ein und setzten sie in der nahe gelegenen Pupplinger Au wieder aus“, berichtete Buxbaum.

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Dass auch das Vereinsleben nicht zu kurz kam, bestätigten die Berichte des Vereinsvorsitzenden Franz Kerschbaumer und des Schriftführers Günther Schmitter. Höhepunkte waren zweifelsohne der Faschingsball in der Weidacher Turnhalle, ein dreitägiger Ausflug nach Nürnberg sowie ein Skiausflug zur Hütte des Wintersportvereins Isartal/Icking auf den Gerlosstein im Zillertal. Ein Programm, das auch dem Nachwuchs gefiel: Unter den 56 aktiven Mitgliedern sind immerhin zwölf jünger als 18 Jahre. Der kürzlich aus dem Amt geschiedene Kreisbrandrat Karl Murböck blickte in der Jahresversammlung deshalb zufrieden auf die vollbesetzten Tische der Jugendgruppe: „Bei Euch mache ich mir keine Sorgen, dass Ihr der Feuerwehr nicht treu bleibt.“  

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