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Die Freiwillige Feuerwehr hat einige Neuzugänge zu verzeichnen. 

Freiwillige Feuerwehr

Jahresversammlung der Wolfratshauser Feuerwehr: Nicht jeder Einsatz müsste sein

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279 Einsätze, 171 Übungen und insgesamt 11 543 ehrenamtliche Stunden: Bei der Jahresversammlung der Wolfratshauser Feuerwehr wurde über 2018 resümiert. 

Wolfratshausen – Die Anforderungen für die Floriansjünger umfassen ein immer breiter werdendes Spektrum. Zu diesem einhelligen Fazit kamen Kommandant Andreas Spohn und Vereinsvorsitzender Florian Seitner in der 154. Jahresversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Wolfratshausen.

279 Einsätze verzeichnete Spohn 2018 – das sind 23 mehr als im Jahr zuvor. „Der Hauptteil ist nicht mehr der Brand, sondern die technische Hilfeleistung“, berichtete der Kommandant. Dabei sind die Grenzen der Belastbarkeit laut Seitner längst erreicht. „Die Feuerwehr kann nicht ständig die Versäumnisse anderer ausbaden“, gab er zu bedenken. Seitner nannte das aufwendige Entfernen von Ästen im Gleisbereich der S-Bahn-Strecke als ärgerliches Beispiel. Würde das Schneiden der Bäume rechtzeitig andere Organisationen übernehmen, müssten die Einsatzkräfte deutlich seltener ausrücken und hätten mehr Kräfte für andere Aufgaben. In Erinnerung blieben Spohn vor allem der Großbrand in der Silvesternacht in Geretsried sowie der Brand der ehemaligen Reitschule in Icking, bei dem zwei Menschen starben. „Einsätze in einer solchen Größenordnung zeigen wieder, wie wichtig die Ausbildung und Ausstattung der Feuerwehren sind“, betonte der Kommandant. Rechnet man den zeitlichen Aufwand der 171 Übungen zu den Einsätzen, Sicherheitswachen und Besprechungen hinzu, so leisteten die derzeit 86 Mitglieder insgesamt 11 543 ehrenamtliche Stunden. „Darin sind die rund 4000 Stunden der besuchten Lehrgänge an den Feuerwehrschulen oder Ausbildungszentren noch gar nicht enthalten“, rechnete Spohn vor.

Als großen Erfolg bezeichnete der Kommandant die im August 2018 gestartete Quereinsteigeraktion „machmit-ffwor.de“, mit der immerhin zehn neue Mitglieder angeworben werden konnten. Sorgen bereitet dem Kommandanten nach wie vor der geplante Bau eines Parkdecks am Hatzplatz. „Das wird unsere Hauptzufahrt zum Gerätehaus verändern und somit die Anfahrtssituation verschlechtern“, befürchtet Spohn.

Bürgermeister Klaus Heilinglechner wollte sich während der Jahresversammlung zu diesem Thema nicht äußern. Stattdessen dankte er den Einsatzkräften für deren großes Engagement, das sich unter anderem auch beim unermüdlichen Schneeräumen Anfang Januar gezeigt habe.

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Den neuen Kreisbrandrat Alfred Schmeide beeindruckte vor allem die Vielseitigkeit sowie der hohe Zeitaufwand, den die Wolfratshauser Einsatzkräfte investieren. „Ist das ehrenamtlich überhaupt noch leistbar?“, fragte er in die Runde – und gab selbst die Antwort: Das Anwerben von Mitgliedern, die Aktion „machmit-ffwor.de“ und die Nachwuchsförderung dürfe seiner Meinung nach auch in Zukunft nicht vernachlässigt werden.

Das langjährige Mitglied Fritz Koch regte in diesem Zusammenhang an, dass die Feuerwehr auch bei feierlichen Anlässen wie beispielsweise der Sebastiani-Prozession, beim Fronleichnamszug und beim Volkstrauertag mit noch mehr Personal vertreten sein sollte.

pm

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