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Einmal kräftig pusten: In der Faschingszeit wurde verstärkt kontrolliert. 

Kontrollen in der Faschingszeit

„Jeder Alkoholsünder ist einer zu viel“

Die Polizei kontrolliert in der Faschingszeit tausende Kraftfahrer. Die große Mehrheit war aber vernünftig.

Bad Tölz-Wolfratshausen– In der Faschingszeit verstärkte die Polizei die Alkoholkontrollen. Das Ergebnis: „Die allermeisten Fahrzeuglenker waren vernünftig und saßen nicht benebelt hinterm Lenkrad“, berichtet Stefan Sonntag, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd. Für einige Unbelehrbare endete die Faschingsfeier aber mit dem Verlust des Führerscheins, mit Geldstrafen und langen Fahrverboten.

Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd (er umfasst neun Landkreise, darunter Bad Tölz-Wolfratshausen, sowie die Stadt Rosenheim) wurden seit Mitte Januar 10 827 Verkehrsteilnehmer kontrolliert. 3807 davon mussten sich einem Atemalkohol- oder Drogenvortest unterziehen. Bei 132 stellten die Beamten eine Alkoholisierung über dem gesetzlichen Limit fest. Für Fahrer mit einer absoluten Fahruntüchtigkeit (mehr als 1,1 Promille) bedeutete dies eine Strafanzeige und Führerscheinentzug. Sonntag: „Der unrühmliche Spitzenwert lag bei 2,6 Promille.“ Alkoholsünder mit weniger Promille (0,5 bis 1,09) kamen mit einem Bußgeld und einem Fahrverbot davon. „In 37 Fällen wurde festgestellt, dass Personen unter Drogeneinfluss hinterm Steuer saßen“, ergänzt der Polizeisprecher.

Schriftliche Verwarnung

19 Personen hatten Glück und wurden kontrolliert, bevor sie ihre geplante Fahrt antraten. Sie mussten ihren Autoschlüssel abgeben, die Polizei beließ es bei einer schriftlichen Verwarnung. Nach 17 Unfällen, so Sonntag, ermittelte die Polizei, dass der mutmaßliche Verursacher zu tief ins Glas geschaut hatte.

Die Kontrollergebnisse der Wolfratshauser und Geretsrieder Dienststelle liefert auf Nachfrage Hauptkommissar Steffen Frühauf. Die Beamten, die in der Flößerstadt ihren Dienst verrichten, überprüften zwischen dem 19. Januar und Aschermittwoch 394 Kraftfahrer. Für 125 von ihnen ging’s mit einem Atemalkoholtest weiter, für zwei mit einem Drogenschnelltest. Sechs Alkoholsünder zog die Polizei im Anschluss sofort aus dem Verkehr, einer von ihnen hatte 1,8 Promille intus. Bei zwei Kraftfahrern zeigte das Atemalkoholmessgerät knapp unter 0,5 Promille an – sie ließen ihr Fahrzeug lauf Frühauf freiwillig stehen.

78 mussten ins Röhrchen blasen

Die Geretsrieder Kollegen stoppten 266 Verkehrsteilnehmer, 78 mussten ins Röhrchen blasen beziehungsweise sich einem Drogenschnelltest unterziehen. Die gute Nachricht: Schwere Alkoholsünden und Fahrten unter Drogeneinfluss stellte die Geretsrieder Polizei bei ihren Kontrollen nicht fest.

Sowohl der Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd als auch Steffen Frühauf, Vize-Chef der Wolfratshauser Dienststelle, sprechen von einer „insgesamt erfreulichen Entwicklung“. Das Gros der Kraftfahrer beherzige offenbar das Gebot „don’t drink and drive“. Das heiße aber nicht, dass die Polizei künftig die Hände in den Schoß legen wird, betont Hauptkommissar Frühauf: „Denn jeder Alkoholsünder ist einer zu viel.“ cce

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