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Leiter des Gesundheitsamts begrüßt Ende der Maskenpflicht

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Von: Volker Ufertinger

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Eine FFP2 Maske liegt in der Münchner Innenstadt auf dem Boden
Die Maskenpflicht soll Anfang April fallen. So lautet der Beschluss der Ampelregierung. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Anfang April läuft auch in Bayern mit großer Wahrscheinlichkeit die Maskenpflicht aus. Der Leiter des Gesundheitsamts Dr. Stephan Gebrande findet das richtig.

Bad Tölz-Wolfratshausen – Über zwei Jahre hat die Maske den Alltag der Menschen bestimmt. Jetzt soll es damit vorbei sein. Nach Ablauf einer Übergangsfrist bis zum 2. April ist der Mund-Nasen-Schutz weitgehend hinfällig. Das gilt im Supermarkt, im Restaurant, in Schulen. Die Bundesländer können allerdings eine Maskenpflicht für bestimmte Bereiche wie den Öffentlichen Personennahverkehr, Krankenhäuser und Pflegeheime anordnen. Bei bedrohlicher Infektionslage haben sie zudem die Möglichkeit, in sogenannten Hotspots striktere Maßnahmen zu ergreifen.

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Dr. Stephan Gebrande trauert der Maske nicht nach. „Es gilt jetzt wieder eigenverantwortlich zu handeln, für sich und die Gesellschaft“, sagt der Leiter des Tölzer Gesundheitsamts. Daher ist der Mediziner gegen eine Maskenpflicht. Es sei ja auch in Zukunft nicht verboten, eine Maske zum Eigen- und Fremdschutz zu tragen. „Meiner persönlichen Meinung nach muss jeder sein individuelles Risiko einschätzen und selbstbestimmt festlegen, welches er eingehen will.“ Die FFP-Maske habe stets das Problem mit sich gebracht, dass die Menschen sie nur selten sachgemäß genutzt haben. „Damit haben wir ein großes Problem.“

Dr. Stephan Gebrande Leiter des Gesundheitsamts
Dr. Stephan Gebrande, Leiter des Tölzer Gesundheitsamts. © Arndt Pröhl

Eine Ausnahme macht der Chef des Gesundheitsamts mit Blick auf die Einrichtungen, in denen sich besonders gefährdete Menschen aufhalten, etwa Altenheime und Krankenhäuser. Hier gelte es, die Patienten zu schützen. „Hier ergeben richtig getragene Masken natürlich Sinn“, so Gebrande. „Das sollte man auch verpflichtend machen.“

OP-Masken im Alltag? Asien könnte Vorbild sein

Für den nächsten Herbst und Winter, wenn die Infektionszahlen wieder steigen, hofft Gebrande auf eine Verhaltensänderung in der Bevölkerung. Er wünscht sich, dass nach asiatischem Vorbild jeder, der Symptome hat, von sich aus in der Öffentlichkeit eine OP-Maske trägt. „Das habe ich mir allerdings auch schon vor Corona gewünscht, da ich es immer unangenehm fand, wenn ich etwa im ÖPNV von Personen angeniest oder angehustet wurde.“ Gebrande hofft, dass durch die Erfahrungen der vergangenen zwei Jahre in diesem Punkt ein Umdenken stattgefunden hat.

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