Jennifer Layton, Jugendreferentin des Stadtrates
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Jennifer Layton, Jugendreferentin des Stadtrates

Alternative für Großveranstaltung

Jugendforum in Wolfratshausen fällt aus: Meinung trotzdem gefragt

Wegen Corona fällt das Jugendforum in Wolfratshausen heuer aus. Eine Großveranstaltung kann nicht durchgeführt werden. Doch es gibt eine Alternative.

Wolfratshausen – Das Jugendforum der Stadt war in den vergangenen Jahren stets ein Publikumserfolg. Rund 200 Jugendliche tummelten sich bei den beiden bisherigen Beteiligungsprogrammen. In der Loisachhalle erarbeiteten sie in Gruppen Projektideen, die sie anschließend den Stadträten und Verwaltungsmitarbeitern des Rathauses präsentierten.

Während der Corona-Pandemie ist ein derartiges Angebot undenkbar. „Wir werden heuer kein Jugendforum ausrichten“, teilt die Jugendreferentin des Stadtrats, Jennifer Layton, im Gespräch mit unserer Zeitung mit. Frühestens im Jahr 2022 sei eine Neuauflage der Veranstaltung denkbar. Dass das Jugendforum diesmal ausfällt, solle aber nicht bedeuten, dass die Meinung der heranwachsenden Wolfratshauser – ab der achten Klasse durften sie am Forum teilnehmen – einfach nicht gehört wird.

Layton setzt auf eine Umfrage, die der Kinder- und Jugendförderverein Wolfratshausen (KJFV) initiiert hatte. Sie wurde an alle Wolfratshauser Schulen sowie an Wolfratshauser Heranwachsende, die eine Schule in den Nachbargemeinden besuchen, verteilt. Darin seien Aspekte enthalten, die sonst auf dem Jugendforum zur Sprache kommen würden, so Layton. „Die Jugendlichen können zum Beispiel angeben, ob sie sich gerne aktiv bei Initiativen oder Projekten einbringen würden und welche Wünsche sie an die Stadt richten möchten“, so die Jugendreferentin.

In den vergangenen Jahren ergab die städtischen Jugend-Politik-Veranstaltung stets eine lange Wunschliste. „Davon wurden einige Punkte bereits umgesetzt, andere sind noch in Arbeit“, erklärt Layton. So wurden einige Rampen auf dem Skatepark bei Waldram neu angeschafft. Außerdem hat man einen Jugendbeirat eingerichtet, für den weitere junge Mitstreiter gesucht werden. „Ich halte es für sinnvoll, die bisherigen Wünsche erst einmal zu sortieren und vielleicht noch den einen oder anderen zu erfüllen, bevor wir eine neue Liste erstellen.“

Dennoch könnten einige Jugendliche möglicherweise ihre Wünsche an die Stadtpolitik trotz des abgesagten Jugendforums persönlich formulieren: Je nach Rücklauf der Fragebögen und des Interesses der Heranwachsenden kann sich Layton vorstellen, „einige von ihnen zu einem Gespräch einzuladen“.

Das Jugendforum hatten Laytons Vorgängerin Kathrin Kugler und die damalige Mobile Jugendarbeiterin Cordula Schnellbach im Jahr 2017 initiiert. Zweimal wurde die Großveranstaltung in der Loisachhalle bisher durchgeführt. Turnusgemäß soll sie im Zwei-Jahres-Rhythmus stattfinden. Die dritte Veranstaltung wäre für das Frühjahr 2021 geplant gewesen. Dominik Stallein

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