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142 Heranwachsende nutzen das Angebot: In der Loisachhalle traf sich am Mittwoch zum ersten Mal das Jugendparlament. Bürgermeister, Stadträte und Rathausmitarbeiter hörten sich ihre Wünsche an.  

18 Arbeitsgruppen tagen in der Loisachhalle

Jugendforum in der Loisachhalle

Die Interessen sind unterschiedlich: Von der Verkehrs- bis zur Drogenpolitik waren beim ersten Wolfratshauser Jugendforum am Mittwoch alle Themenbereiche abgedeckt. In 18 Arbeitsgruppen stellten die Heranwachsenden in der Loisachhalle ihre Wünsche vor. Teilnehmer und Lokalpolitiker waren von der Aktion begeistert.

Wolfratshausen – „Wer ist eigentlich der Bürgermeister von Wolfratshausen?“ Die Frage, die eine junge Wolfratshauserin stellte, zeigte, dass viele Teilnehmer des ersten Wolfratshauser Jugendforums bisher eher wenig Berührungspunkte mit der Kommunalpolitik hatten. Jugendreferentin Kathrin Kugler wollte dies mit der Veranstaltung ändern: „Es geht darum, den Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, ihre Ideen einzubringen.“

142 Jugendliche beteiligen sich

142 Heranwachsende nutzten das Angebot, ihre Anliegen zu präsentieren. In 18 Gruppen erarbeiteten sie unterschiedliche Projekte. „Die Teilnehmer durften völlig frei entscheiden, woran sie arbeiten möchten“, erläuterte Moderator Erik Flügge. Das hatte zur Folge, dass die Themenauswahl sehr vielseitig wurde: Vier Jungs setzen sich dafür ein, in Wolfratshausen Freizeitmöglichkeiten wie Paintball, Softair und Lasertag zu schaffen. Eine andere Gruppe forderte mehr Angebote und Möglichkeiten für Nachwuchsmusiker – wie Probenräume und kostengünstige Bühnen. Großer Andrang herrschte vor einem Plakat, auf dem eine Mädchengruppe einen Kletterparcours skizziert hatte, den sie gerne im Wolfratshauser Bergwald sehen würde.

Die Arbeiten präsentierten sie am Mittag Mitarbeitern des Rathauses und einer großen Delegation des Stadtrates. 15 von 25 Gremiumsmitglieder waren gekommen, um sich über die Projekte zu informieren und sie mit den Jugendlichen zu diskutieren. „Davon können wir einen Haufen mitnehmen“, sagte CSU-Stadtrat Dr. Manfred Fleischer. Er unterhielt sich angeregt mit fünf Burschen, die mehr Sportmöglichkeiten in der Flößerstadt forderten. Fleischers Fazit: „So eine Veranstaltung soll keine Eintagsfliege bleiben.“

Das sahen auch andere Stadträte so: „Ich habe vielen Jugendlichen meine Visitenkarte gegeben“, berichtete Gerlinde Berchtold (SPD). Die Familienreferentin hatte der achtköpfigen Gruppe versprochen, Informationen aus Geretsried einzuholen, wo es diese Form der Mitsprache durch (gewählte) junge Damen und Herren bereits gibt. „Dann setze ich mich mit den Jugendlichen zusammen, und wir können darüber reden, wie so ein Parlament in Wolfratshausen aussehen könnte“, so Berchtold.

Unterstützung für ein paar Projekte sagte auch Grünen-Sprecher Dr. Hans Schmidt zu. „Wir werden über einige dieser Themen diskutieren.“ Bürgermeister Klaus Heilinglechner versicherte den Teilnehmern, dass ihre Anliegen im Stadtrat „sehr ernst genommen werden“. Eines begeisterte den Rathauschef besonders: „Die Ergebnisse sind unglaublich vielseitig.“ Die Jugend – so der Bürgermeister – soll sich in der Stadtpolitik auch zukünftig einbringen können.

Dominik Stallein

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