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Spielte Gute-Laune-Musik: Das Blasorchester der Realschule Wolfratshausen.

Kurzweiliger Abend

Jungmusiker der Realschule unterhalten ihr Publikum

Wolfratshausen - Es war ein kurzweiliger Abend: Die Jungmusiker der Realschule Wolfratshausen unterhalten beim "Sommerkonzert" ihr Publikum bestens.

Vor sechs Jahren hat Musiklehrer Michael Kavelar die Bläserklasse an der Wolfratshauser Realschule ins Leben gerufen. In Kooperation mit der Musikschule erlernen Fünft- und Sechstklässler ein Blasinstrument ihrer Wahl. Ab der siebten Klasse können sie im Realschul-Blasorchester mitwirken.

Welche Erfolge innerhalb kurzer Zeit möglich sind, zeigten die Schüler eindrucksvoll beim Sommerkonzert am Donnerstagabend in der Aula. Eltern, Großeltern und Geschwister waren gekommen. Sogar der ehemalige Rektor Georg Beck war aus Garmisch-Partenkirchen angereist. Sie alle wurden belohnt mit einem abwechslungsreichen Programm von Klassik über Country bis Pop. Langsam, aber fehlerfrei, interpretierte die 5c unter der Leitung von Andreas Schöbinger die Titelmelodie zu „Pippi Langstrumpf“. Runder, flotter und akzentuierter klang das Ganze dann schon eine Klasse höher. Schöbingers 6c begeisterte das Publikum unter anderem mit der Ouvertüre zur Oper „Wilhelm Tell“.

Wer nach zwei Jahren kombiniertem Musikunterricht an der Schule und an der Musikschule die Freude an dem von ihm gewählten Instrument entdeckt hat – und das sind nicht wenige Schüler – spielt weiter im Realschulblasorchester. Dieses brachte die Aula so richtig zum Grooven mit Pharell Williams Gute-Laune-Song „Happy“. Doch nicht nur das Spielen auf Querflöte, Saxophon, Posaune und Co. kann man an der Realschule lernen. Es gibt auch ein Mundharmonika-Ensemble, geleitet von Anneliese Rach. Die Mädchen und Buben der fünften Klassen spielten mit und ohne Begleitung. Besonders schön klang es „pur“ bei dem countrymäßig angehauchten „You are my baby“.

Der Chor der Klassen fünf bis sieben überraschte in diesem Jahr mit dem sozialkritischen Mini-Musical „Jana muss bleiben“, in dem es um ein gut integriertes Asylbewerber-Mädchen geht, das gemeinsam mit ihrer Familie abgeschoben werden soll. Gar nicht einfach war es laut Anneliese Rach, alle Musikanten an der Schule zum großen Schlusslied zusammenzubringen. Doch das Kunststück gelang. Mit dem Lied „Kumba ya, my lord“ klang der kurzweilige Konzertabend aus. In Jubel brachen die Mitwirkenden aus, als es hieß, für sie beginne der nächste Schultag zwei Stunden später.

von Tanja Lühr

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