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Einer von drei Männern mit Gitarre: Keller Steff auf der Bühne der Loisachhalle.

Kabarett „Drei Männer nur mit Gitarre“

Sind Sex und Philosophieren ein Männertraum?

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Wolfratshausen – Natürlich waren die „Drei Männer nur mit Gitarre“ nicht nackt, so wie auf dem Konzertplakat abgebildet. Nun gut, dann kamen sie eben doch recht gesittet in Shirt und Hose auf die Bühne in der Loisachhalle.

Die „Drei Männer“ sind Comedian Michi Dietmayr, Roland Hefter von den Isarridern und der Musiker Keller Steff vom Chiemsee, bekannt vom Label „Heimatsound“ des Bayerischen Rundfunks. Man mag unterschiedlichen Geschmacks sein, das ist legitim. Aber zugegeben: An fetzigem Gaudi mangelte es nicht bei den inhaltlichen Schwerpunkten Sex, Bier und Rock’n’Roll. Die eingefleischten Fans klatschten begeistert zu den „Liadln“ im bayerischen Kontext, amüsierten sich schenkelklopfend über die dummen Sprüche aus den Alltagserlebnissen der drei Herren mit den umgehängten Klampfen. Deren Rezept fürs entspannte Leben lautet: „Wenig arbeiten, Sex und jeden Tag eine neue Lebensphilosophie, die gerade passt.“

Derart intime Angelegenheiten brauchen Einzelgespräche, so die Ankündigung der Musiker zu Beginn und deshalb eröffnete Roland Hefter, der Frontmann der bayerischen Kultband Isarrider, im Solo: „Sie werden sehen, das hat heute eine gewisse therapeutische Wirkung“, prophezeite Hefter und empfahl den Männern ab 40, sich ihre Träume vom „Wadl-Tattoo oder der fetten Harley“ zu erfüllen. Oder zumindest einmal im Leben Viagra auszuprobieren, um sich an die „scheena Frauen“ heranzupirschen. „I dat’s macha“ gesteht der Künstler singend von der Bühne herab.

Drei Lieder, drei Männerträume. Beim Michi Dietmayr ging‘s vor allem um die drei Grundprinzipien, die seiner Meinung nach Männer von Frauen unterscheiden: „Hunger, Pipi, kalt“, so lautete der simple Mitsing-Refrain für die Damen und die zögerten nicht, lautstark mitzusingen. „Fußball, Schweinsbraten und a Halbe Bier“, setzten anschließend auf Kommando des Musikers die Männer im Saal ein – echte Blödelei ja, aber irgendwie ganz unterhaltsam. Und „Eiverbibbsch“, der Bayer ist auch noch ein sprachliches Multitalent. In akzentfreiem Sächsisch besang der preisgekrönte Kabarettist aus München die Details einer Liebesnacht in „Ost-Dur“.

Und wieder nach drei Liedern und drei Lebensweisheiten, die gerade so gepasst hatten, kam der Keller Steff an die Reihe. Mit seiner ganz eigenen Art, wie er über das Banale palavert und sich dabei die Haare rauft – einer zum Knuddeln, irgendwie. Und einer, der wie er sagt, normalerweise nichts Erotisches im Programm hat. Nur wegen der Bühnenpartner habe er „bratzelnde Lieder mit Höhepunkten“ mitgebracht.

Jeder der drei Herren – nur mit Gitarre – ist auf seine Art ein komödiantisches Unikum. Als Trio sind Hefter, Dietmayr und Keller ein Stimmungsbündel, das am Mittwochabend die Loisachhalle zum Beben brachte.

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