Grüne Welle für Rettungswagen
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“Der Sanka schaukelt viel mehr und ist nicht so spursicher“

Kampf mit Schnee und Sturm: So war das Winterchaos für Sanka-Fahrer

  • Sabine Hermsdorf-Hiss
    vonSabine Hermsdorf-Hiss
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Bei den Schneemassen der vergangenen Tagen glich Autofahren einer Rutschpartie. Wie geht ein Sanka-Fahrer damit um, der es eilig hat? Das erklärt Rettungsassistent Alexander Günther im Interview.

Bad Tölz-WolfratshausenVereiste Straßen, Schneesturm – und trotzdem allzeit bereit: Für die Fahrer der Rettungswagen des BRK waren die vergangenen Tage eine große Herausforderung. Rettungsassistent Alexander Günther (38) ist einer, der seit Donnerstag täglich im Einsatz war. Unsere Mitarbeiterin Sabine Hermsdorf-Hiss hat mit ihm gesprochen.

Herr Günther, wie haben sich die Fahrer auf die schlechten Straßenbedingungen vorbereitet?

Alexander GüntherRettungsassistent des BRK

Ich hatte gleich in der früh mein Privattraining (lacht). Ich wohne weit außerhalb, da kommt kein Räumfahrzeug hin. Natürlich ist es ein großer Unterschied, ob man mit einem Pkw oder dem Rettungswagen unterwegs ist. Der Sanka schaukelt viel mehr und ist nicht so spursicher. Aber in diese Situation wächst man im Laufe der Zeit hinein. Wir kennen ja unsere Fahrzeuge. Zudem haben wir Schneeketten. Die haben uns beispielsweise in Icking gute Dienste geleistet. Die Zufahrten waren noch nicht geräumt, wir wären sonst nicht weitergekommen.

Fährt die Angst bei Einsätzen mit?

Die Angst nicht, aber der Respekt. Wir fahren, um jemandem zu helfen, der in Not ist. Natürlich wollen wir da so schnell wie möglich sein. Aber dennoch darf man die eigene Sicherheit nicht aus dem Auge verlieren. Wir sprechen uns im Team untereinander immer ab, wer am Steuer sitzt. Es sollte möglichst jemand sein, der Erfahrung hat. Aber unterm Strich sind wir alle keine Fahranfänger mehr.

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Gab es in den vergangenen Tagen mehr Alarmierungen als sonst?

Der Donnerstag war gefühlt der ruhigste Tag. Der Grund liegt auf der Hand: Keiner hat sich rausgetraut. Am Tag darauf stieg die Zahl wieder an.

sh

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