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Stolz auf ihr Werk: (v. li.) Udo Kohnen (Geschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit in Bad Tölz), Andreas Roß (Vorstand Wirtschaftsforum Oberland), Reinhold Krämmel (Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses) und Landrat Josef Niedermaier stellten den brandneuen Ausbildungskompass für den Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen vor. 

Kampf gegen den Fachkräftemangel

Das kann der Ausbildungskompass für den Landkreis

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Das Wirtschaftsforum und die IHK bringen einen Wegweiser für Schulabgänger auf den Markt. Mit dem Ausbildungskompass wollen sie mögliche Berufswege – auch abseits eines Studiums – aufzeigen.

Bad Tölz-Wolfratshausen – Neun Monate hat es nicht gedauert seit der Ankündigung, von IHK, Wirtschaftsforum Oberland, Agentur für Arbeit und Landratsamt, den künftigen Auszubildenden im Oberland einen Wegweiser in die Hand geben zu wollen. Ihr properes „Kind“ nämlich, den druckfrischen Ausbildungskompass, präsentierten Vertreter der genannten Partner-Institutionen schon drei Monate später. Das Erstlingswerk soll Schulabgängern mögliche Berufswege, auch als Alternative zu einem Studium, aufzeigen.

3500 Stück für den Landkreis

Bauunternehmer Reinhold Krämmel ist „richtig stolz“ auf das Baby: „Super gemacht“, schwärmte der Boss des IHK-Regionalausschusses und Aufsichtsratsvorsitzende im Wirtschaftsforum Oberland, von der in der Tat edel aufgemachten Broschüre. „Sie ist übersichtlich, es macht Spaß, darin zu schmökern.“ 

Vorstand Andreas Roß pflichtete seinem Kollegen aus dem Wirtschaftsforum bei: „Ein tolles Werk, und die Auflage lässt sich mit 3500 Stück für den Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen sehen.“ Die ersten Exemplare gingen direkt nach den Pfingstferien an die Schulen mit Abschlussklassen raus und an die beteiligten Unternehmen. Außerdem ist der Ausbildungskompass in den Rathäusern, im Landratsamt und im Wirtschaftsforum Oberland erhältlich. „Wir als Herausgeber haben 1800 Stück, die wir bei Bedarf an Interessenten abgeben“, sagte Roß.

Überwältigende Resonanz aus Firmen und Betrieben

Die Zahlen zum überwiegend aus Anzeigen finanzierten Heft lieferte die fürs Marketing zuständige Monika Uhl: 104 verschiedene Berufe stelle der Kompass vor und 105 Unternehmen. Letztere böten dort 165 Ausbildungsstellen und 157 Praktikumsplätze an. Zudem seien 36 duale Studienplätze gemeldet worden. Über die beinahe überwältigende Resonanz aus den Firmen und Betrieben konnten Uhl und ihre Mitstreiter nur staunen: „Es schien beinahe so, als hätten die Unternehmen nur darauf gewartet, dass es endlich eine solche Broschüre bei uns gibt.“

Die beste Rückmeldung kam übrigens aus Geretsried: 34 Betriebe wollten ins Heft. Aus Bad Tölz meldeten sich 32 Unternehmen. Auch Roß zeigte sich erstaunt über die Anziehungskraft: „Es ist die Erstausgabe, wir hatten ja kein Belegexemplar, mit dem wir die Unternehmen zum Mitmachen hätten überzeugen können.“ Dies treffe übrigens auch für die Nachbarlandkreise Garmisch-Partenkirchen, Weilheim-Schongau und Miesbach zu, in denen jeweils ein eigener Kompass erschien, denn „die Jobsuche macht ja nicht an der Landkreisgrenze halt“.

Kampf gegen den Fachkräftemangel

Reinhold Krämmel betonte zum wiederholten Mal die Dringlichkeit des Ausbildungskompasses. „Einer der wesentlichen Standortmängel in der Region ist der bestehende und sich verschärfende Fachkräftemangel.“ Ursachen seien der demografische Wandel und die Tatsache, dass junge Leute statt in Lehrberufe mehr und mehr an die Universitäten drängen. An letzterem trüge die Wirtschaft eine Teilschuld. „In der Vergangenheit haben wir es versäumt, den Wert einer abgeschlossenen Berufsausbildung deutlicher herauszuarbeiten.“ Vor diesem Hintergrund sei dieser Ausbildungskompass „ein wichtiger und gelungener Beitrag“. Krämmel ist „fest davon überzeugt, dass dies der Einstieg in nachfolgende Publikationen sein wird“. 

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