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Dankeschön: Nach einem Gottesdienst in Waldram verabschiedete Dekan Gerhard Beham (li.) Kaplan Simon Tyrolt am Sonntag mit einem kleinen Präsent.

Abschied von Simon Tyrolt

„Platz im Herzen der Menschen erobert“

Wolfratshausen – Kaplan Simon Tyrolt verlässt die Wolfratshauser Pfarrgemeinde. In einem feierlichen Gottesdienst ist der 33-Jährige am Sonntag verabschiedet worden.

Kaplan Simon Tyrolt verlässt die Wolfratshauser Pfarrgemeinde. In einem feierlichen Gottesdienst ist der 33-Jährige am Sonntag verabschiedet worden. Tyrolt arbeitet ab September im engsten Umfeld von Kardinal Richard Marx – als dessen Erzbischöflicher Sekretär.

Ein bisschen Wehmut schwang mit, als sich Dekan Gerhard Beham von seinem Mitarbeiter verabschiedete: „Er war ein angenehmer Kollege und Wegbegleiter – ganz so, wie man es sich wünscht.“ Er dankte Tyrolt für seine Loyalität, Zuverlässigkeit und das gute Vertrauensverhältnis, das die beiden aufgebaut haben. Auch der Pfarrgemeinderat dankte dem scheidenden Kaplan. „Dafür, dass Sie als Mensch sich selbst und der Gemeinde treu geblieben sind“, sagte Martin Melf. Mit seiner fürsorglichen, menschlichen Art habe sich Tyrolt „einen Platz im Herzen aller Mitglieder der Gemeinde erobert“. Cornelia Schrills lobte den künftigen Erzbischöflichen Sekretär für seine Menschlichkeit. Besonders beeindruckt war die Vorsitzende des Pfarrgemeinderats von Tyrolts Fähigkeit, stets die richtigen Worte zu finden. Sie erinnerte an die Trauung eines Wolfratshauser Paares. Am Tag der Hochzeit verstarb der Vater der Braut, der gleichzeitig ihr Trauzeuge war. Auch die Beerdigung, die eine Woche nach der Trauung stattfand, leitete Tyrolt. „Obwohl ihm das persönlich auch sehr naheging, hat er die richtigen Worte für diese besondere Situation gefunden“, sagte Schrills.

Neben seinen menschlichen Qualitäten habe noch etwas anderes seine Arbeit geprägt: sein Werdegang. Tyrolt arbeitete zu Beginn seines Berufslebens einige Jahre in der Stadtverwaltung seiner Heimatgemeinde Grassau am Chiemsee. „Diese Ausbildung hat uns bei vielen bürokratischen Problemen geholfen“, stellte die Pfarrgemeinderatsvorsitzende rückblickend fest. Nach einigen Jahren im Rathaus entschied sich Tyrolt, etwas Neues auszuprobieren. So kam er erstmals mit Wolfratshausen in Berührung – er besuchte das Spätberufenenseminar St. Matthias in Waldram. Es folgte ein Theologiestudium in Rheinland-Pfalz, kurz nach seiner Priesterweihe am 29. Juni 2013 kehrte Tyrolt als Kaplan in die Loisachstadt zurück. Auf die drei Jahre, die er als Mitarbeiter der Stadtkirche Wolfratshausen wirkte, blickte der 33-Jährige am Sonntag gern zurück. „Ich bin dankbar für jede einzelne Begegnung, für jeden Gottesdienst und die Gemeinschaft dieser Kirche“, sagte er im Anschluss an den Gottesdienst in der Waldramer Kirche St. Josef der Arbeiter.

Dominik Stallein

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