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Bis nach München-Fürstenried verfolgte die Wolfratshauser Polizei einen 65-jährigen Autofahrer, der sich einer Kontrolle entzogen hatte.

Katz-und-Maus-Spiel

Münchner liefert sich Verfolgungsjagd mit Polizei - und liefert dann unfassbare Erklärung

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Ein 65-jähriger Autofahrer aus München entzieht sich auf dem Autobahnzubringer einer Polizeikontrolle. Und liefert an deren Ende in Fürstenried eine verblüffende Erklärung. 

Wolfratshausen Ein Katz-und-Maus-Spiel mit der Polizei trieb ein 65-jähriger Münchner in der Nacht auf Freitag. Er missachtete beharrlich das Signal zum Anhalten, entzog sich von Wolfratshausen bis München einer Kontrolle. Erst in Fürstenried gelang es den Beamten, den Mann zu stoppen.

Eine Streife der Wolfratshauser Inspektion wollte den 65-Jährigen gegen 0.10 Uhr kontrollieren, weil er mit seinem Volvo auf der B 11 a in Richtung Autobahn „mit sehr hoher Geschwindigkeit unterwegs war“, berichtet Polizeihauptkommissar Steffen Frühauf. Auf der A 95 hatten die Beamten den Mann eingeholt und ihn mittels Anhaltesignalgeber auf dem Dach ihres Einsatzfahrzeugs auf den Rastplatz Höhenrain gelotst. Als beide Autos standen, gab der Münchner Gas und brauste mit 150 Sachen zurück auf die Autobahn. Dort waren wegen der nassen Fahrbahn zu diesem Zeitpunkt nur 80 km/h erlaubt.

Da die Streifenbesatzung das Motiv des 65-Jährigen nicht einschätzen konnte, informierte sie die für die Autobahn zuständige Verkehrspolizeiinspektion in Weilheim. Schließlich gelang es, den Mann in Fürstenried zu stoppen. Wie er seine Flucht begründete, überraschte die Beamten: Er sei neugierig gewesen, was die Polizei unternehme, wenn keine örtliche Zuständigkeit gegeben sei. Der Münchner, so Frühauf, habe sich einen Spaß aus der Kontrolle gemacht, seine Raserei verharmlost und sei völlig uneinsichtig gewesen.

Der Spaß hat für den Mann nun ein Ende. Ihn erwartet eine Anzeige wegen einer Verkehrsordnungswidrigkeit, zudem wurde die Führerscheinstelle informiert. Steffen Frühauf: „Spätestens, wenn der 65-Jährige ein erhebliches Bußgeld überweisen muss, wird er registriert haben, dass die Zuständigkeit der Polizeiinspektion Wolfratshausen nicht an der Autobahnauffahrt endet.“ 

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