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Ganz miserabel war’s auch nicht: Claudia Lichtenberg (re.) passierte bei den Klassikern zweimal als 14. den Zielstrich.

Radsport

Kein Glück in den Ardennen

Nach den Frühjahrsklassikern zieht Claudia Lichtenberg ein durchwachsenes Fazit

WolfratshausenDer April ist im Profiradsport traditionell der Monat der Frühjahrsklassiker. Insbesondere in Belgien und den Niederlanden finden hier jede Woche zahlreiche große und kleine Eintagesrennen statt, die regelrecht Volksfeststimmung auslösen, wenn Zehntausende Radfans die Straßenränder säumen. Zu den bekanntesten zählen die Klassiker in den Ardennen: die drei Eintagesrennen Amstel Gold Race (Niederlande), Fleche Wallonne und Lüttich-Bastogne-Lüttich (beide Belgien). In diesem Jahr wurde das Ardennen-Triple erstmals im Frauenradsport ausgetragen. Außerdem fließen die Klassiker in die Wertung zur UCI-World-Tour ein, der höchsten Serie im Frauenradsport. „Das war für uns eine tolle Gelegenheit, um uns zu zeigen“, berichtet Claudia Lichtenberg. „Die Finals wurden etwa zwei Stunden vor denen der Männer ausgefahren, und bei allen Rennen war die Stimmung gigantisch.“

Wenig Freude lösten allerdings die persönlichen Resultate bei Wolfratshausens Vorzeigeradsportlerin aus. Beim Amstel Gold Race ereilte sie im Finale ein Platten, bei den beiden anderen Events konnte die 31-Jährige am Ende nicht mit den Besten mithalten und wurde jeweils 14. „Erschwerend kam hinzu, dass unsere Teamleaderin, Elisa Longo Borghini, krank war. Wir hatten also nicht die besten Rennen dort“, sagt Lichtenberg, die vor einigen Jahren beim „Fleche Wallonne“ schon einmal Dritte geworden war.

Nach diesem ersten großen Rennblock der Saison 2017 fällt Lichtenbergs Fazit deshalb gemischt aus. „Die Ergebnisse sind sicherlich nicht das, was ich mir erhofft habe. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, ich wäre nicht enttäuscht. Ganz miserabel ist es aber auch nicht, denn ich war immer in Schlagdistanz – das ist etwas, auf das man für die nächsten Rennen aufbauen kann“, meint Lichtenberg. Schwere und lange Rundfahrten liegen ihr ohnehin eher als Eintagesrennen.

Dennoch wird sie Ende April einen weiteren Klassiker in England bestreiten, ehe sie im Mai ein Höhentrainingslager in den Alpen absolviert. „Danach können die Highlights kommen“, sagt die Bergspezialistin. Ihr Saisonhöhepunkt ist traditionell der Giro d’Italia Anfang Juli. Werner Müller-Schell

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