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Kein strafrechtlicher Hintergrund

Polizeichef Resenberger kehrt nicht zurück

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Der langjährige Leiter der Polizeiinspektion Wolfratshausen, Werner Resenberger, kehrt nicht an seinen Arbeitsplatz in der Loisachstadt zurück. Ein Nachfolger wurde schon gefunden: Andreas Czerweny.

Wolfratshausen/Rosenheim – Der Erste Hauptkommissar war wie berichtet Mitte Januar zum Polizeipräsidium Oberbayern Süd in Rosenheim abgeordnet worden. Nach internen Vorwürfen war ein Disziplinarverfahren gegen den Beamten eingeleitet worden. Resenberger habe sich „nach reiflicher Überlegung für eine Fortsetzung seiner kürzlich aufgenommenen Tätigkeit in der Abteilung Einsatz des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd ausgesprochen“, teilte am Montag Polizeisprecher Andreas Guske mit. Zwischenzeitlich seien „alle relevanten internen Angelegenheiten mit der gebotenen Neutralität von der Personalverwaltung des Polizeipräsidiums sehr akribisch geprüft“. Guske betont: „Alle Sachverhalte hatten keinerlei Außenwirkung und keinen strafrechtlichen Hintergrund.“ Einzelne Gesichtspunkte würden zwar noch „dienstaufsichtlich gewürdigt“ – es gebe jedoch formal keinen Grund, Resenberger nicht weiter in seiner bisherigen Führungsposition einzusetzen. „Ein Großteil der Vorwürfe hat sich nicht bestätigt“, berichtet der Polizeisprecher. Resenberger „hätte an seinen Arbeitsplatz in Wolfratshausen zurückkehren können“, sagt Guske auf Nachfrage unserer Zeitung. Nähere Details zur causa Resenberger gibt er mit Hinweis auf den Datenschutz nicht preis.

Es gibt bereits einen Nachfolger

Ein Nachfolger für Resenberger ist bereits gefunden: Die Geschicke der Wolfratshauser Polizei lenkt seit Montag der Erste Hauptkommissar Andreas Czerweny. Der 53-jährige, aus Bad Tölz stammende Beamte, verfügt laut Guske über vielfältige Einsatz- und Führungserfahrung. Zuletzt war der zweifache Familienvater Czerweny mehrere Jahre als Leiter der Einsatzzentrale im Polizeipräsidium Oberbayern Süd tätig. Um die Führungsriege zu vervollständigen, wird der Vize-Chef der Polizeiinspektion Penzberg, Hauptkommissar Michael Bayerlein, „bis auf Weiteres“ in Wolfratshausen arbeiten. Der Grund sei ein krankheitsbedingter Ausfall eines Beamten, beugt Guske Spekulationen vor.

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