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Weiß wie Schnee: Die Werbefolien für die „Hugo-Passage“ am ehemaligen Isar-Kaufhaus sind entfernt worden. 

Ehemaliges Isarkaufhaus

Geplante Passage darf nicht Hugo heißen

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Wolfratshausen - Kürzlich sind am ehemaligen Isarkaufhaus die Werbefolien entfernt worden. Der Grund: Brigitte Hugo hat die Verwendung ihres Familiennamens untersagt.

Eine „Hugo-Passage“ wird es in der Altstadt nicht geben. Der Taufpate des ehrgeizigen Projektes, der Wolfratshauser Immobilienmakler Carlheinz Bartsch, hat eine Unterlassungserklärung auf seinem Schreibtisch liegen. Im Auftrag von Brigitte Hugo wird Bartsch von einem Anwalt untersagt, den Familiennamen Hugo zu verwenden. „Wir lassen das noch juristisch gegenprüfen“, sagt der 47-Jährige auf Nachfrage unserer Zeitung. Vorsorglich hat er am Dienstag allerdings alle beanstandeten Werbefolien vom ehemaligen Isar-Kaufhaus entfernen lassen. Er bedauert die Entscheidung von Brigitte Hugo, der Mutter der Gebäudeeigentümerin Angela Scheller. „Der Name ,Hugo-Passage‘ sollte eine Reminiszenz an den ehemaligen Immobilieneigentümer Hans Hugo sein“, betont Bartsch.

Das Vorhaben ist deshalb nicht gestoppt

Das Verbot, weiterhin den Familiennamen zu verwenden, heiße nicht, dass das Vorhaben gestoppt sei, stellt Bartsch fest. Wie berichtet haben er und der Architekt Robert Wieser ein Konzept erarbeitet, wie aus dem maroden Ex-Kaufhaus ein moderner Geschäfts- und Wohnbaukomplex werden könnte. Ein Haken: Gebäudeeigentümerin Scheller verlangt für die prominente Immobilie fast 2,5 Millionen Euro. Allerdings ist die Offerte seit einigen Tagen auf einschlägigen Internetportalen nicht mehr zu finden. „Es gibt mehrere Interessenten, mit denen wir im Gespräch stehen“, sagt Bartsch. Namen von potenziellen Investoren könne er aufgrund der laufenden Verhandlungen nicht nennen.

Zur Not muss einer neuer Name her

Sollte er die Unterlassungserklärung juristisch nicht aushebeln können, müsse ein neuer Arbeitstitel für das Vorhaben entwickelt werden, kündigt Bartsch an. Von dem Projekt sei er nach wie vor überzeugt. Warum Brigitte Hugo, die ursprünglich davon angetan gewesen sei, dass die skizzierte Passage in der Innenstadt ihren Familiennamen trägt, nun einen Rückzieher macht, kann sich Bartsch nicht erklären. „Es ist, wie es ist“, konstatiert er.

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