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„Lasst und froh und munter sein“: Neben dem Weihnachtsklassiker sangen die Mädchen und Buben auch das Lied vom kleinen grünen Kranz und verliehen so der feierlichen Einweihung einen kindlichen Rahmen.

Ein kleines Paradies

Kindergarten an der Badstraße: Erweiterung eingeweiht

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Wolfratshausen – Helle Räume, viel Platz zum Toben, tolle Spielsachen, eine größere Freifläche. Die neue Krippengruppe des Kindergartens St. Sebastian an der Badstraße lässt keine Wünsche offen. Jetzt wurde der Erweiterungsbau eingeweiht.

Das Projekt war heiß diskutiert. Nicht, weil man keine Betreuungsplätze schaffen wollte, sondern wegen der hohen Kosten. Etwa 780 000 Euro hatte der Wolfratshauser Stadtrat für das Projekt bewilligt. Geld, das sinnvoll angelegt ist, wie Vize-Bürgermeister Fritz Schnaller (SPD) jetzt vor Vertretern von Kindergarten Politik, Kirche (St. Andreas ist der Träger), Elternbeirat, Mitarbeitern der Stadtverwaltung, Planern und ausführenden Firmen sagte. „Das ist eine Einrichtung für die Zukunft. Und die Kinder sind unsere Zukunft.“

Als der dreigruppige Kindergarten vor zwölf Jahren gebaut wurde, hatte man ihn so konzipiert, dass er irgendwann um eine vierte Gruppe ergänzt werden kann. Weil der Bedarf sich geändert hat, wurde anstelle der vierten Kindergarten- eine Krippengruppe angebaut.

Feierlich: Kindergartenkind Lilly hält das Kreuz, Dekan Gerhard segnet es. Krippenkind Leoni, das eigentlich auch das Kreuz halten sollte, hat längst Besseres zu tun.

Der Erweiterungsbau grenzt im Südwesten an den Bestandsbau. Er umfasst einen Gruppenraum, einen Essraum, einen Schlafraum sowie neue Sanitäranlagen mit Wickelbereich. Es gibt einen Putzraum, einen Buggyraum sowie ein Besucher-WC. Die Fenster sind dreifach verglast, zum Kindergarten hin wurde eine Dämmung angebracht. Im Rückblick auf die neunmonatige Bauzeit verkündete Bauleiter Josef Wehbe zwei gute Nachrichten: „Wir hatten eine unfallfreie Baustelle. Und wir sind bei den Kosten im Soll.“ Die Schätzung lag bei 713 000 Euro, die Berechnung bei 771 000 Euro. Einpendeln wird man sich dazwischen, bei etwa 736 000 Euro. Fördergelder sind auch in Aussicht: 258 000 Euro. Sogar ein neuer Anstrich, ein neuer Zaun und eine erweiterte Freifläche seien möglich gewesen. Überraschungen habe man auch erlebt, so Wehbe. „Wir haben gelernt, dass es einfacher ist, eine neue Schließanlage einzubauen als die alte zu erweitern.“

In den Redebeiträgen von Schnaller und Architekt Andreas Schmauser klang zwar durch, dass man sich im Verlauf der Planungen wegen der Kostenentwicklung immer wieder gehörig zusammenraufen musste (Schnaller: „Es gab auch einen Punkt, an dem im Raum stand, die Reißleine zu ziehen“), aber angesichts des Ergebnisses wollte darauf niemand mehr im Detail eingehen. Vielmehr konzentrierte man sich darauf, die gegenseitige Zusammenarbeit zu loben. Einrichtungsleiterin Katrin Trischberger fasste zusammen, was wohl die meisten dachten: „Es war für alle spannend. Wir haben hier mit viel Herzblut ein kleines Paradies geschaffen.“

Dieses Paradies hat Stadtpfarrer Dekan Gerhard Beham ebenso gesegnet wie das kleine Kreuz mit den zwölf Kugeln, das ihm Lilly und Leoni überreichten und das von nun an im Gruppenraum hängen wird. Jede Kugel steht für ein Krippenkind. Die zwölf Plätze sind noch nicht alle belegt. Spätestens im Frühjahr wird es aber soweit sein, sagte Trischberger.

fla

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