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Beim außerordentlicher SPD-Parteitag wurde über die Koalitionsverhandlung abgestimmt.

Abstimmung

Klaus Barthel sagt Nein zur GroKo

Beim Sonderparteitag votierte die SPD für die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen. So hat der   ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete Klaus Barthel aus Kochel am See abgestimmt.

Klaus Barthel Ex-Bundestagsabgeordneterder SPD aus Kochel. 

Bad Tölz-Wolfratshausen – Der ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete Klaus Barthel aus Kochel am See hatte es vor dem Parteitag seiner Partei in Bonn offen gelassen, ob er Koalitionsgesprächen mit der CDU/CSU zustimmen würde. „Das hängt davon ab, ob es noch Anstrengungen gibt, das Sondierungsergebnis deutlich zu korrigieren“, sagte er im Vorfeld. Dann hörte er sich an, was Schulz, Nahles und all die anderen Genossen zu sagen hatten, und er kam zu dem Ergebnis: „Nein, das reicht nicht.“ Barthel stimmte gegen Verhandlungen über eine Neuauflage der GroKo.

Insgesamt nahm der Kochler keinen schlechten Eindruck aus Bonn mit. „Es war ein spannender Parteitag mit einer guten Diskussion.“ Er findet es auch richtig, dass die SPD bei den drei Themen Beschäftigungsverhältnisse, Gesundheitswesen und Familiennachzug für Flüchtlinge noch einmal nachverhandeln will. Doch insgesamt blieb ihm das Ganze zu vage. Sein Fazit: „Das allein wird nicht genügen.“

Dabei geht es ihm nicht nur um ein paar Punkte im nächsten Koalitionsvertrag. Es geht ihm um die Existenz seiner Partei. „Wir müssen unbedingt erkennbar bleiben“, sagt er. Deshalb wird er mit Argusaugen auf das schauen, was die Unterhändler in Berlin erarbeiten. Denn über den neuen Koalitionsvertrag werden die 440 000 Mitglieder entscheiden. „Wir müssen den Druck aufrecht erhalten“, so Barthel. vu

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