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Klaus Barthel, SPD-Bundestagsabgeordneter.

SPD-Stimmkreisabgeordneter nennt Gründe

Klaus Barthel (SPD) tritt bei Bundestagswahl nicht mehr an

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Landkreis - Klaus Barthel (SPD) tritt bei der Bundestagswahl 2017 nicht mehr an. Er sitzt seit 23 Jahren im Parlament. In einer Mitteilung erklärt er seine Gründe.

SPD-Bundestagsabgeordneter Klaus Barthel (SPD) tritt bei der Bundestagswahl 2017 nicht mehr an. Das hat er am Freitagmittag in einer Pressemitteilung bekannt gegeben. Barthel sitzt seit 23 Jahren im Parlament. Er ist als SPD-Stimmkreisabgeordneter zuständig für die Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen, Starnberg, Miesbach, Weilheim-Schongau, Landsberg am Lech sowie Garmisch-Partenkirchen. 2017 soll ein kleinerer Wahlkreis Bad Tölz-Wolfratshausen/Miesbach gebildet werden.

Klaus Barthel wurde 1955 in München geboren. Nach seinem Abitur in München studierte er Politische Wissenschaft mit den Nebenfächern Soziologie und Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Nach dem Zivildienst wurde Barthel Gewerkschaftssekretär mit den Schwerpunkten Jugend und beruflicher Bildung bei der Gewerkschaft Öffentliche Dienste, Transport und Verkehr (ÖTV) in der Bezirksverwaltung Bayern. Barthel wohnt in Kochel und ist derzeit Mitglied in der Gewerkschaft Verdi. Seit 1994 hat er ein Mandat im Deutschen Bundestag.

Klaus Barthels Mitteilung im Wortlaut:

In den letzten Tagen habe ich die Gremien meiner Partei darüber informiert, dass ich mich bei der Bundestagswahl 2017 nicht mehr um ein neues Mandat bewerben werde.

Diese Entscheidung hat rein persönliche Gründe. Am Ende dieser Legislaturperiode werde ich fast 62 Jahre alt sein und dem Parlament 23 Jahre angehört haben. Seit mehr als 40 Jahren übe ich viele ehrenamtliche Funktionen aus. Ich meine, dass es an der Zeit ist, sich in unserem neuen, kleineren Wahlkreis personell neu aufzustellen.

Auch wenn sich meine Partei, die SPD, derzeit in einer schwierigen Phase befindet, ist dies kein Ausdruck politischer Resignation – im Gegenteil. Wir sind gerade dabei, die SPD wieder auf den richtigen Kurs zu bringen. Daran werde ich weiterhin an vorderster Stelle mitwirken. Ein Beispiel ist der von mir mit initiierte Aufruf „Profil schärfen – sozialdemokratischen Aufbruch gestalten“ (www.aufbruch-spd.de), den wir in seinen Kerninhalten sowohl in den bundesweiten Regierungsprogrammprozess als auch auf den nächsten Landesparteitag im Juli einbringen werden.

Auch für den Wahlkreis werde ich nicht locker lassen, beispielsweise wenn es darum geht, die Kosten globaler Probleme nicht den Kommunen aufzuladen, den Bundesverkehrswegeplan im Sinne von Mensch und Umwelt zu korrigieren und Infrastrukturen wie Telekommunikation und Post weiter zu entwickeln.

Mein Mandat werde ich bis zum letzten Tag mit vollem Einsatz wahrnehmen. Auch meine ehrenamtlichen Funktionen als Landes- und Bundesvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen, im Präsidium der BayernSPD und im Kreistag Bad Tölz-Wolfratshausen werde ich weiterhin uneingeschränkt ausfüllen.

Bis zur Aufstellungskonferenz in unserem Wahlkreis, voraussichtlich am 24. September 2016, haben wir in der SPD nun drei Monate Zeit, die nächste Kandidatur zu regeln. Zuständig dafür sind die gewählten Vorstände, die ich weiterhin in ihrer Arbeit unterstützen werde.

Ich habe mich für die Solidarität und die großartige Unterstützung, die ich hier im Wahlkreis und der ganzen Region erfahren habe und die unsere gemeinsamen Erfolge erst möglich gemacht haben, bedankt. Ich bin mir sicher, dass die Sozialdemokratie in unserer Region langfristig davon profitieren wird, dass wir uns auch in schwierigen Zeiten einen Ruf als Vorkämpfer von Friedenspolitik, Energiewende und sozialer Gerechtigkeit erworben haben. Für diesen Weg werde ich weiter eintreten.

dor

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