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Maß nehmen für den Kopf von R2D2: Valentin führt den Besuchern die fast originalgroße Nachbildung des Roboters aus der „Star-Wars“-Reihe vor.

Klecks-Schule der Phantasie

Glücksgriff für den Kreativ-Nachwuchs

Wolfratshausen - Die Wände der Schule sind noch weitestgehend weiß. Das dürfte sich in den kommenden Jahren jedoch ändern. Seit einigen Wochen ist die Klecks-Schule der Phantasie in der ehemaligen Polizeistation am Untermarkt zuhause. Am Samstag wurden die neuen Räume mit einer großen Ausstellung mit Werken von Schülern eingeweiht – der Klecksinale.

Die Auswahl der Kunstwerke im Vorfeld fiel nicht leicht. „Wir haben wöchentlich im Durchschnitt 160 Schüler“, rechnete die Vorsitzende Kerstin Vetter vor. „Da ist es natürlich nicht einfach, einen Querschnitt zu machen.“ Trotzdem bekamen die Anwesenden, darunter viele aktive und ehemalige Stadträte sowie Bürgermeister Klaus Heilinglechner, eine bunte Auswahl an Bildern und Handwerkskunst zu sehen. Besonders große Aufmerksamkeit erhielten die Werke des Robotikkurses „Klecksx“. Unter der Anleitung von zwei Jugendlichen, Vincent Jeltsch (19) und Viktor Lorentz (18), bauen und programmieren zwölf Kinder eigene Roboter. Einige wurden auf der Klecksinale vorgestellt. Ein von Kindern programmierter Roboter aus Lego-Teilen, der selbstständig zeichnen kann, malte das Klecks-Logo detailgetreu nach. Ein zweites Lego-Bauwerk fuhr über einen Tisch inmitten der Ausstellung und wendete selbstständig kurz bevor die Platte endete. „Faszinierend“, fand Stadtrat Dr. Hans Schmidt die Arbeit des Kurses. Besonders ein Aspekt hinterließ einen bleibenden Eindruck beim Wolfratshauser Grünen-Sprecher: „Dass die Lehrer so jung sind, finde ich toll.“ Er begrüßte es, dass die „Kinder und Jugendlichen in ihrer Kreativität gefördert werden und Computerprogramme nicht nur zum Spielen nutzen“.

Auch die ausgestellten Bilder von den vielen Nachwuchskünstlern, die in der Klecks-Schule mit Pinsel und Palette ihre Kunstwerke anfertigen, fanden viel Beachtung. „Dieses Bild könnte so oder so ähnlich auch in einem großen Museum hängen“, urteilte SPD-Fraktionssprecher Fritz Meixner über ein sehr buntes, abstraktes Bild. Dass die Malerin eine erst zweijährige Wolfratshauserin ist, wusste er da noch nicht.

Es sei diese „wertvolle Unterstützung der Kreativität von vielen Jugendlichen, weshalb das Angebot unterstützenswert ist“. Das sagte Ludwig Gollwitzer, langjähriges Mitglied im Verein, in seinem Grußwort. Eine große Hilfe, gar ein „Glücksgriff“ seien die neuen Räume am Untermarkt. Auch die Schulleiterin ist glücklich mit der neuen Bleibe. „Wir sind sehr froh, dass wir hier sind und mehr Platz für unsere Kurse und unsere Materialien haben“, freute sich Kerstin Vetter.

In dem Gebäude am Untermarkt 65 ist die Klecks-Schule nicht alleine. Vergangene Woche bezogen einige minderjährige Flüchtlinge ihr Quartier in der ehemaligen Polizei. Vier leben bereits dort, acht weitere folgen in den nächsten Wochen. Kerstin Vetter: „Ich denke, wir werden eine gute Nachbarschaft haben.“ Wenn die jungen Asylbewerber möchten, könnten sie jederzeit auch an den Bastel-, Töpfer- oder Zeichenkursen der Schule teilnehmen.

dst

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