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Das Klein-Anwesen als Seniorentreffpunkt? Für Roswitha Beyer eine Idee, über die es sich nachzudenken lohnt. Vor kurzem wurden bereits Bäume gefällt, weil auf dem Grundstück zunächst provisorische Unterkünfte für Asylbewerber entstehen.

Treffpunkt für Ältere

Klein-Anwesen: Ziehen Senioren nach Asylbewerbern ein?

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Wolfratshausen –  Seniorenreferentin Roswitha Beyer regt eine soziale Nutzung für das Klein-Anwesen an. Erst könnten Asylbewerber einziehen, dann Senioren.

Eine Anlage für Senioren, einen Treffpunkt für die ältere Generation könnte sich Roswitha Beyer im Klein-Anwesen vorstellen. Die SPD-Stadträtin und Seniorenreferentin präsentierte vor kurzem im Stadtrat ihren Rechenschaftsbericht – und trug dabei auch den einen oder anderen Wunsch vor.

Das Anwesen an der Bahnhofstraße kennen viele Wolfratshauser vor allem wegen des mächtigen Magnolienbaums und seiner im Frühling wunderschönen rosa Blüten. Die Besitzerin, die im November 2012 im Alter von 91 Jahren verstorbene Antonia Klein, hat das Areal an die Stadt Wolfratshausen und die katholische Kirchengemeinde St. Andreas vererbt – unter einer Bedingung: Das Haus darf nicht abgerissen, das Grundstück weder verkauft noch verschenkt werden.

Zunächst wird das Grundstück für eine Flüchtlingsunterkunft genutzt. Der Bauantrag liegt inzwischen beim Landratsamt. Vorgesehen ist, dass in dem in Holzständerbauweise zu errichtenden Provisorium 72 Asylbewerber unterkommen. Auch Nebenräume sowie Büros für haupt- und ehrenamtliche Betreuer sind eingeplant.

Später, wenn das Areal nicht mehr für Flüchtlinge gebraucht wird, würde Seniorenreferentin Beyer es gerne der älteren Generation zur Verfügung stellen. „Ein Haus mit einem großen Raum als Treffpunkt im Erdgeschoss, die oberen Stockwerke behindertengerecht erreichbar, Räume für Seniorenwohngruppen – das würde total dem Wunsch der Erblasserin entsprechen“, sagte Beyer. „Es wäre der ideale Standort für den Verein Bürger für Bürger.“ Wenn man entsprechend gut plane, könne man auch das Haus vorher als Asylunterkunft nutzen, ergänzte Beyer ihre Überlegungen.

Gedanken macht sich die gebürtige Österreicherin auch über die Mobilität der Senioren. Weil viele auch im hohen Alter den Führerschein nicht abgeben und sich weiter ans Steuer setzen, brachte sie Dauerkunden-Rabatte bei Taxiunternehmen ins Spiel. „Man könnte ja mit den Unternehmen verhandeln, ob es vergünstigte Coupons für Senioren geben könnte.“ Natürlich wisse sie, dass wegen der hohen Kosten die neue Stadtbuslinie auf möglichst viel Passagiere angewiesen sei. „Aber es gibt ja auch in Wolfratshausen noch Ziele, die außerhalb der Buslinie liegen.“

Voraussichtlich im Herbst will Beyer einen Runden Tisch zum Thema „Älter werden in Wolfratshausen“ anbieten und dazu alle in der Seniorenarbeit aktiven Bürger einladen. „Bei diesem Treffen werden wir über die Chancen und Probleme im Rahmen des demografischen Wandels sprechen und Lösungen für die Stadt Wolfratshausen suchen.“

Auch eine Idee von Peter Plößl will Roswitha Beyer aufgreifen. Der CSU-Rat regte einen „Tag der Pflegenden“ an, „um all denen einmal Danke zu sagen, die in der Pflege aktiv sind“. „Das ist eine sehr gute Anregung“, lobte die Referentin.

fla

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