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Klimaschützer mit Forderungen in Wolfratshausen: „konkrete Maßnahmen umsetzen“

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Von: Dominik Stallein

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Montage von Photovoltaik-Modulen
Photovoltaikmodule sollen auf Dächern in Wolfratshausen entstehen. Für den Klimaschutz wünschen sich Umweltschützer noch weitere Projekte. © Marijan Murat/dpa/Symbolbild

Projekte gegen den Klimawandel: In Wolfratshausen fordert eine Fridays for Future-Gruppe eine Solar-Offensive und einen Klimarat. Der Stadtrat ist am Zug.

Wolfratshausen – Dem Klimawandel mit klaren Maßnahmen begegnen: Das ist das Ziel von „Wor for Future“, dem lokalen Ableger der „Fridays for Future“-Bewegung, Mit zwei Anträgen an die Fraktionen im Stadtrat wollen die Aktivisten nun die Gründung eines Klimabeirats sowie eine Solar-Offensive in der Loisachstadt erwirken.

Klimaschützer mit Forderungen in Wolfratshausen: „konkrete Maßnahmen umsetzen“

In einem der zwei Anträge werden Stadtverwaltung und Stadtwerke aufgefordert, „alle Möglichkeiten auszuschöpfen“, um bis 2030 einen massiven Zuwachs an Solaranlagen zu erreichen. Dazu sollen die Stadtwerke Dächer pachten und darauf Photovoltaik (PV)-Anlagen installieren und betreiben, Beteiligungsmodelle für Bürger anbieten und Stromabnahmeverträge mit Betreibern von Solaranlagen schließen. Außerdem soll die Stadt alle eigenen Gebäude – sofern sie dafür geeignet sind – bis 2025 mit PV-Anlagen ausrüsten. „Wor for Future“ wünscht sich zudem eine „öffentlichkeitswirksame Kampagne für den Ausbau der Solarenergie“ sowie ein Beratungsangebot für Bürger, die eine solche Anlage in Betrieb nehmen wollen. Ein städtebauliches Solarkonzept soll bei Neubauten eine PV-Anlage vorschreiben.

Photovoltaik-Anlagen auf jedem Dach - Future-Aktivisten wollen massiven Ausbau vorantreiben

„Konkrete Maßnahmen können und müssen auf allen Ebenen ergriffen und umgesetzt werden“, schreibt das Bündnis. Das gelte „insbesondere auch auf der kommunalen Ebene“. Die Energiewende betrachten die Klimaschützer als entscheidenden Faktor, um den CO2-Ausstoß, der sich zu 75 Prozent aus der Nutzung fossiler Energien speist, zu senken.

Wie berichtet fordern die Klimaschützer außerdem schon länger ein Gremium, das Maßnahmen zur CO2-Reduzierung ausarbeitet und begleitet. In einem zweiten Antrag konkretisieren sie die Vorstellung von einem „Klimabeirat Wolfratshausen“. Dieser soll Einsparziele für die Bereiche Strom, Wärme und Mobilität im Stadtgebiet formulieren, die verbindlich gelten sollen. Ein Klimaschutz-Aktionsplan, den der Beirat erarbeitet, könnte konkrete Projekte festzurren und priorisieren. Um die Bevölkerung vor den Folgen der Klimakrise zu schützen, könne das Gremium Maßnahmen forcieren.

Klimaschutz-Beirat in Wolfratshausen? Bündnis erklärt den Plan

Der Beirat soll aus Vertretern verschiedener Bereiche zusammengesetzt sein. Genannt werden die Energiewende Oberland, die Stadtwerke, der Bund Naturschutz sowie Wirtschaftsvertreter, insbesondere aus dem Immobilienbereich. Von Rathausseite sollen die Umwelt- und Klimaschutzmanagerin sowie der Umweltreferent des Stadtrats dem Beirat angehören. „Bürger, Kommunen und Unternehmen müssen an einem Strang ziehen“, schreibt „Wor for Future“. Das Gremium könne Ideen von Bürgern und Unternehmen vor Ort bündeln und sie in Maßnahmen einfließen lassen. Ob eine Fraktion des Stadtrats in Wolfratshausen die Anträge einreichen wird, ist noch unklar. Das Gremium tagt wieder am 15. März.

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