An der Spitze der Bewegung: Dr. Hans Schmidt (li.), Umweltreferent des Wolfratshauser Stadtrats, führte den sogenannten „Kidical Mass“ an.
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An der Spitze der Bewegung: Dr. Hans Schmidt (li.), Umweltreferent des Wolfratshauser Stadtrats, führte den sogenannten „Kidical Mass“ an.

Radelnde Demonstranten

Klimaschutz und Sicherheit: Protestzug in Wolfratshausen sorgt für Straßensperren

  • VonPeter Herrmann
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Für ein besseres Klima und höhere Sicherheit auf dem Fahrrad demonstrierten am Wochenende 80 Wolfratshauser. Für die Radl-Aktion wurden mehrere Straßen gesperrt.

Wolfratshausen – Gleich mehrere Straßen sperrte die Wolfratshauser Polizei am Samstagnachmittag gegen 16 Uhr vorsorglich, um die Sicherheit einer sogenannten „Kidical Mass“ zu gewährleisten. Die Idee dieser „bunten Raddemonstrationen“ wird seit rund drei Jahren in mehr als 130 Städten und Gemeinden in ganz Deutschland immer mal wieder in die Tat umgesetzt umgesetzt.

Klimaschutz und Sicherheit: Protestzug in Wolfratshausen sorgt für Straßensperren

In der Loisachstadt versammelten sich am Marienplatz laut Polizei etwa 80 Teilnehmer aller Altersgruppen. Das Ziel der Aktion: Alle Kinder und Jugendlichen sollen sich sicher und selbstständig mit ihrem Fahrrad im Straßenverkehr bewegen können. Dazu bedürfe es laut Demonstrationsleiter Dr. Hans Schmidt, Grünen-Stadtrat und Umweltreferent des politischen Gremiums, einer Erweiterung des Radwegenetzes sowie einer konsequenten Förderung nachhaltiger Mobilität.

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Wolfratshausen: Polizei zieht positives Fazit nach Fahrraddemo

„Diese Interessen sind legitim“, meinte Christina Loy. Die Kriminalhauptkommissarin und stellvertretende Leiterin der Polizeiinspektion Wolfratshausen radelte mit Dienststellenleiter Andreas Czerweny und Hauptkommissar Toni Lechner entlang des Demonstrationszuges mit. Die rund 35-minütige Tour führte den laut klingelnden Tross vom Obermarkt aus über die Königsdorfer-, Schießstätt-, Sauerlacher und Bahnhofstraße zurück zum Marienplatz in der Altstadt. Zwischenfälle mit uneinsichtigen Autofahrern gab es kaum. „Abgesehen von zwei unbelehrbaren Verkehrsteilnehmern, die die Sperrung nicht akzeptieren wollten, hat alles gut funktioniert“, bilanzierte Loy.

„Klimastreik“: Proteste gehen weiter

Bevor die Beamtin die Bundesstraße am Samstag gegen 17 Uhr wieder freigab, durften Kinder am Marienplatz den Asphalt mit bunter Kreide bemalen. So waren zwischen Familienbildern und gezeichneten Tempo-30-Schildern auch Parolen wie „Klimastreik“ und „Vorfahrt für Kinder“ zu lesen.

David von Westphalen, Gründer des Klimaschutzbündnisses „WOR for Future“, rief abschließend zu einer erneuten Protestkundgebung am kommenden Freitag, 24. September, um 16 Uhr auf. „Dann müsst ihr alle noch viel mehr Freunde und Bekannte mitbringen“, appellierte er an die „Kidical Mass“-Teilnehmer.  ph

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