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„Ich will das, ich kann das“: Manfred Menke (re.) ist seit Dienstag der Bürgermeisterkandidat der Wolfratshauser SPD. Für den 60-jährigen Lehrer votierten in der Aufstellungskonferenz alle 21 Stimmberechtigten.

Wolfratshauser SPD rüstet sich

Kommunalwahl 2020: Das verspricht SPD-Bürgermeisterkandidat Menke den Wolfratshausern

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Der Bürgermeisterkandidat der Wolfratshauser SPD, Manfred Menke, hat sein Wahlkampfprogramm angerissen. Ein Versprechen macht er schon heute.

Wolfratshausen – Was sagt ein Fußballtrainer seinem Team, das in den jüngsten Partien aus dem Stadion geschossen wurde? Richtig, er verbreitet Optimismus und appelliert an den Kampfgeist der demoralisierten Truppe. „Wir haben eine gute Ausgangsposition“, betont der Ortsvorsitzende der Wolfratshauser SPD, Peter Fasching, mit Blick auf die Kommunalwahlen am 15. März 2020. Mit Manfred Menke als Bürgermeisterkandidaten an der Spitze geht Fasching davon aus, dass die SPD „hervorragend“ abschneiden wird.

Menke bekam bei seiner Nominierung am Dienstagabend im Wirtshaus Flößerei wie berichtet 21 von 21 abgegebenen Stimmen. In seiner rund 15 Minuten langen Bewerbungsrede beleuchtete der 60-Jährige ausführlich seine Vita. Seine politischen Ziele riss er dagegen nur an – das konkrete Wahlprogramm wird erst im Herbst stehen – und die Abteilung Attacke überließ Menke dem Sprecher der SPD-Fraktion im Stadtrat, Fritz Meixner.

„Ich will das, ich kann das.“

Er habe sich die Entscheidung, als Bürgermeister zu kandidieren, nicht leicht gemacht, verriet Menke. Er habe „Respekt vor dem Amt“. Nicht zuletzt, weil er nicht genau wisse, was auf ihn zukomme. Doch er habe intensiv in sich hineingehorcht und sich mit seiner Frau und seinen zwei erwachsenen Söhnen beraten. Das Ergebnis: „Ich will das, ich traue mir das zu, ich kann das.“

Der gebürtige Sauerländer, der seit 25 Jahren mit seiner Familie in der Flößerstadt lebt, versteht das Bürgermeisteramt als „Dienst am Bürger“. Er wolle die Wolfratshauser mitnehmen, mit ihnen gemeinsam einen Masterplan entwerfen, „wie unsere Stadt in zehn, 20 Jahren aussehen soll“. Wichtig sei ihm die „Belebung“ der Beziehungen mit der Nachbarstadt Geretsried. Das Miteinander dürfe sich nicht „auf einen interkommunalen Maibockanstich“ beschränken.

Menke gibt ein Versprechen

Auf Menkes Agenda ganz oben steht darüber hinaus das Thema Klimaschutz: Die Kommune könne in diesem Kontext „mehr tun“ als bislang. Handlungsbedarf sieht der Sozialdemokrat weiterhin in puncto Wohnungsnot. „Das Thema wird die SPD treiben, das ist hier heute schon ein Versprechen.“ Angesichts der allgegenwärtigen Verkehrsbelastung kündigte Menke an, dass er dafür sorgen werde, dass dem Radverkehr und einem „klugen ÖPNV“ Vorfahrt vor dem Auto eingeräumt werde. „I will do my very best“, er wolle sein Bestes fürs Wohl Wolfratshausens geben, beteuerte der 60-Jährige.

Mit Leidenschaft und angriffslustig warb SPD-Fraktionschef Meixner – dem viele zugetraut hatten, nach dem misslungenen Versuch 2014 selbst noch einmal als Rathauschef zu kandidieren – für Menke. Der gelernte Elektrotechnik-Ingenieur, der seit 2009 am Gymnasium St. Matthias in Waldram Mathematik, Physik und Informationstechnologie unterrichtet, sei „genau der Richtige“. Menke werde „kein Hinterzimmer-Bürgermeister“, kein „Mit-dem-Kopf-durch-die-Wand-Bürgermeister“ und auch kein Rathauschef sein, der mit Informationen hinter dem Berg halte, schoss Meixner einen Pfeil in Richtung Amtsinhaber Klaus Heilinglechner (Bürgervereinigung Wolfratshausen) ab.

„Manfred for Future.“

Vize-Bürgermeister Fritz Schnaller bemühte die „Fridays for Future“-Bewegung von Schülern und Studenten. Das Motto für die Wolfratshauser Sozialdemokraten heiße ab sofort: „Manfred for Future.“ Wie schon Fasching rief Schnaller seine Genossen auf, angesichts desolater Wahlergebnisse nicht zu resignieren, sondern das Kreuz durchzudrücken und geschlossen in den Kommunalwahlkampf zu starten: „Ein besserer Bürgermeister kommt nicht von allein.“ cce

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