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Mehr die Bürger und ihre Wünsche einbeziehen möchte die SPD Wolfratshausen. 

Kommunalwahl 2020: Genossen stellen Wahlprogramm vor

Wolfratshausen: SPD stellt Bürgerbeteiligung in den Mittelpunkt

Bei der Umgestaltung der Altstadt sind die Bürger beteiligt worden, mit gutem Ergebnis. Jetzt stellt die SPD Bürgerbeteiligung in den Mittelpunkt ihres Wahlprogramms. 

Wolfratshausen – Eine deutlich sozialdemokratische Handschrift trägt das Wahlprogramm der Wolfratshauser SPD. Die Punkte „Soziales“ und „Bürgerbeteiligung“ nehmen den größten Teil des neunseitigen Schriftstücks ein. In einem Pressegespräch skizzierten Fraktionssprecher Fritz Meixner und Bürgermeister-Kandidat Manfred Menke kürzlich die Pläne.

Nicht zuletzt wegen der „guten Erfahrungen“, die die Stadt beim Bürgerbeteiligungsprozess zur Umgestaltung der Altstadt gemacht habe, möchte die SPD die politische Mitbestimmung ausweiten. „Wir wollen gemeinsam mit den Wolfratshausern ein Leitbild für zentrale Fragen erstellen“, betont Menke. Dazu zählt er Verkehrsthemen, Energiefragen und eine grundsätzliche Entscheidung zur Bevölkerungsentwicklung. „Das können wir nur zusammen mit den Bürgern lösen.“ Wie Meixner ergänzt, seien diese Grundsatzbeschlüsse sinnvoll, „sonst diskutieren wir darüber bei jedem einzelnen Bauantrag“.

Mit der Stadtentwicklung einhergehen müsse laut Menke der Ausbau der Infrastruktur. Derzeit sei das Angebot zwar „vorbildlich“, Optimierungsmöglichkeiten sehen die Genossen trotzdem. So sollen laut Meixner auch die jüngsten Wolfratshauser eine politische Stimme erhalten – und die Stadt damit das Siegel „familienfreundliche Kommune“ erreichen. Familien sollen mit einer Ermäßigungskarte, die für städtische Angebote gelten soll, finanziell entlastet werden.

Die Anliegen älterer Bürger möchte die SPD in einem neu geschaffenen Seniorenbeirat behandeln. Die Entwicklung des Klein-Anwesens an der Bahnhofstraße oder Planungen für einen Senioren-Bürgertreff könnten in dem Gremium besprochen werden. Das „breite Feld“ Soziales würde Meixner gerne aus einer Hand verwaltet sehen. Derzeit seien die zahlreichen Projekte „vom Kleinkind bis zum Senior“ über verschiedene Stellen im Rathaus organisiert. Sollte er Bürgermeister werden, möchte Menke eine Fachabteilung für Integrierte Sozialplanung schaffen, in der alle Stränge zusammenlaufen.

Lesen Sie auch: SPD-Kandidat Manfred Menke im Porträt

Um weiterhin eine facettenreiche soziale Landschaft anbieten zu können, müssen die Betreuer und Pfleger bezahlbaren Wohnraum in Wolfratshausen finden. „Wir werden uns dafür einsetzen“, verspricht Menke. Auch in der vergangenen Amtsperiode habe die SPD gezeigt: „Wir reden nicht nur darüber, wir tun auch etwas.“ Menke verweist auf die Wohnbauoffensive, die die Sozialdemokraten gemeinsam mit der Bürgervereinigung und den Grünen auf den Weg gebracht hat, sowie das Ja der SPD zu einem geplanten Projekt der Baugenossenschaft Wolfratshausen nahe des Waldramer Friedhofs. Der Stadtrat hatte dieses Vorhaben mehrheitlich abgelehnt.

Gemeinsam mit den Bürgern möchte die Wolfratshauser SPD auch die Themen Umweltschutz und Energie weiter vorantreiben. Menke schwebt ein Maßnahmenkatalog vor, „der klare Ziele formuliert“. Außerdem wolle die SPD einen jährlichen Bürgerfond einrichten, mit dem Verschönerungsaktionen in den einzelnen Ortsteilen mitfinanziert werden könnten. „Wir wollen die große Identität und den Charakter der Stadt und ihrer Ortsteile beibehalten“, betont Menke – und zwar am liebsten „mit den Bürgern“. Dominik Stallein

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