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Man sieht sich in der Stichwahl: Günther Eibl (CSU, li.) und Klaus Heilinglechner am Wahlabend, dem 15. März. 

Stichwahl am 29. März

Der Bürgermeister hat keine Zeit für den Wahlkampf

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Angesichts von Corona hat Klaus Heilinglechner keine Zeit für Wahlkampf, etwa für ein Streitgespräch mit Kontrahent Günther Eibl. Der findet das bedauerlich. 

Wolfratshausen– Der Mensch denkt, die Corona-Pandemie lenkt. Zumindest im Moment. Eine weitere Konsequenz der Krise: Sowohl Rathauschef Klaus Heilinglechner (BVW) als auch Günther Eibl (CSU) fahren ihre Wahlkampfaktivitäten auf ein Minimum zurück. Die zwei stehen in der Bürgermeister-Stichwahl, die am Sonntag, 29. März, entschieden wird.

Auf Nachfrage unserer Zeitung, ob er in den nächsten Tagen für ein gemeinsames Interview mit seinem Herausforderer zur Verfügung steht, bat Heilinglechner am Freitag um Verständnis. Angesichts des „Ausnahmezustands“, der aktuell herrsche, „hat bei mir der Wahlkampf keine hohe Priorität“, erklärt der Bürgermeister. Für Presseinterviews mit Blick auf die Stichwahl in gut einer Woche habe er auf absehbare Zeit „leider keine Zeit“.

Die Wolfratshauser „brauchen momentan keinen Bürgermeister, der sich im Wahlkampfmodus befindet, sondern einen Bürgermeister, der wichtige Maßnahmen einleitet, um den bestmöglichsten Schutz für sie alle sicherzustellen. Dazu brauche ich aktuell meine gesamte Energie.“

Und Eibl? Der bedauert, „dass weder Herr Heilinglechner noch ein Vertreter die Zeit zu einem – natürlich situationsgemäß kurzen – Gespräch findet“. Aber: „In der derzeit angespannten Lage ist dies jedoch verständlich und nachvollziehbar.“ Er könne „nur wiederholen, dass ich meine Hilfe zur Krisenbewältigung anbiete und gerne, falls gewünscht, mitarbeite“, so der CSU-Bürgermeisterkandidat in einer schriftlichen Stellungnahme gegenüber unserer Zeitung. Noch sei niemand auf ihn persönlich zugekommen, daher habe die CSU „das, was uns möglich ist, anderweitig geleistet“: Auf der Homepage des Wolfratshauser Ortsverbands sei eine „neutrale Informationsseite“ rund ums Thema Corona/Covid 19 eingerichtet worden.

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„Dass der Wahlkampf in diesen Zeiten eingestellt ist, finde ich richtig“, betont Eibl. „Im Gegensatz zur Bürgervereinigung haben wir konsequenter Weise aber auch das Plakatieren eingestellt.“ Die Christsozialen würden via Internet informieren und auf Zeitungsanzeigen setzen. „Alle anderen wahlkampfmäßigen Tätigkeiten wurden beendet.“

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Eibl unterstreicht: „Wir befinden uns in sehr schweren Zeiten.“ Er appelliert an die Bürger, sich an die Allgemeinverfügungen der Staatsregierung zu halten. „Sehen müssen wir aber auch, dass das Leben trotz Krise und auch nach der Krise weitergehen wird“, so der CSU-Fraktionschef. „Die Welt, Deutschland, Bayern, ja und auch Wolfratshausen werden danach anders sein.“ Auch aus diesem Grund bedauere er es, dass ein Interview mit ihm, Heilinglechner und der Heimatzeitung vor der Stichwahl voraussichtlich nicht stattfinden wird. In diesem Rahmen, so Eibl, „hätte man sich über die Wege und Ziele für künftige Perspektiven besprechen können.“

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