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Dankeschön für Solidarität: Die krebskranke Geretsriederin Jacky D. (3. v. li.) nahm am Donnerstag den Scheck von Michaela Karg, Regionalleiterin des Vereins „Bürger für Leukämie- und Tumorerkrankte“, ihrer Freundin Carolin Frimmer und Schlagzeuger Maximilian Autsch (hinten v. li.) sowie dem Musiker Herbert Pawliczek, Gastronom Michel Amato und Raiffeisenbank-Marketingleiter Andreas Pentenrieder (vorne v. li.) entgegen. 

Musiker spenden über 1500 Euro

Krebskranke Jacky: „Wir werden uns wahrscheinlich nicht mehr wiedersehen“

Wolfratshausen –  Jacky D. bedankt sich herzlich bei den Mitwirkenden des Benefizkonzerts und Gastronom Michael Amato. Um Spenden hatte die krebskranke Geretsriederin gebeten, um ihre eigene Beerdigung finanzieren zu können.

Kurz vor Weihnachten spielten die fünf Musiker Maximilian Autsch, Peter Gründl, Christian Radojewski, Stefan Martner und Daniel Motan in der Wolfratshauser Musikbar D’Amato an der Geltinger Straße ein ganz besonderes Benefizkonzert: Für die krebskranke Geretsriederin Jacky D. (wir berichteten).

Im Rahmen eines Jazzfrühschoppens verzichtete das Quintett geschlossen auf seine Gage, Bar-Betreiber Michel Amato und sein Team spendeten zudem den Erlös der verkauften Eintrittskarten und einen Großteil des Getränkeumsatzes. So kamen etwas mehr als 1000 Euro zusammen. Damit aber nicht genug: Auch „d’ Klampfndratza“ spendeten den Erlös ihres Konzertes in der Wolfratshauser Biermühle am Untermarkt für die 28-jährige alleinerziehende Mutter. „Wir haben in der Heimatzeitung von der Spendenaktion gelesen und uns ganz spontan angeschlossen“, berichtete „Klampfndratza“-Bandleader Herbert Pawliczek bei der Scheckübergabe am Donnerstag. Rund 30 Besucher zeigten sich seinerzeit beim Biermühlen-Konzert solidarisch, indem sie weitere 515 Euro beisteuerten. Nur schade, dass die eigentliche Hauptprotagonistin beide Auftritte versäumte. „Ich war zu der Zeit leider vier Tage im Krankenhaus“, bedauerte Jacky. Ihr Gesundheitszustand hat sich seither leider nicht wesentlich gebessert, sodass sie selbst die kurze Übergabe des Spendenschecks in der Geltinger Filiale der Raiffeisenbank Isar-Loisachtal sehr anstrengte. „Ich bin sehr müde und möchte mich nun am liebsten gleich wieder schlafen legen“, gestand sie.

Viel Zeit bleibt ihr nicht mehr

Jacky bedankte sich nicht nur ausdrücklich bei den Musikern und dem Publikum für deren Hilfe, sondern auch für die Unterstützung des Vereins „Bürger für Leukämie- und Tumorerkrankte“ sowie die Solidarität der Raiffeisenbank Isar-Loisachtal. „Mit so einem Zuspruch hätte ich nie gerechnet. Ich bin überwältigt“, zeigte sich Jacky sichtlich gerührt. Sie hoffe, dass die nächste Chemotherapie bei ihr anschlägt. Wohlwissend, dass sich ihr Tod nicht mehr allzu lange aufschieben lässt. Denn laut den Aussagen ihrer Ärzte bestehen keine Aussichten mehr auf Heilung. Mit dem gesammelten Geld sollen wie berichtet hauptsächlich die Bestattungskosten ihres eigenen Begräbnisses gedeckt werden. Jackys Verabschiedung nach der Spendenübergabe wirkte in diesem Zusammenhang umso deprimierender: „Danke für alles. Wir werden uns wahrscheinlich nicht mehr wiedersehen.“

Leser helfen helfen

Die Redaktionen des Isar-Loisachboten/Geretsrieder Merkur und Tölzer Kurier bitten im Zuge der Weihnachtsaktion „Leser helfen helfen“ um Unterstützung für Jacky D. Wer zweckgebunden für die Geretsriederin spenden möchte, notiert bitte auf dem Überweisungsträger das Stichwort „Jacky“.

Von Peter Herrmann

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