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Gebündelte Kompetenz: Das Ärzteteam des zertifizierten Interdisziplinären Bauchzentrums Isar Loisach: v.l.: Oberarzt Dr. Markus Legner, Oberarzt Dr. Thomas Riedel, Oberarzt Dr. Andreas Oberniedermayr, Chefarzt Dr. Michael Trautnitz, Chefarzt Dr. Stefan Schmidbauer, Dr. Ulrich Klüppelberg, Oberarzt Frédéric M. Hornung, Oberarzt Nobert Niedermann, Prof. Dr. Carl Albrecht Schirren.

Jubiläumsfeier am 30. April 2016

Kreisklinik feiert 50 Jahre erfolgreiche Klinikentwicklung mit Festrevue

Wolfratshausen – 1966 wurde am Moosbauerweg ein neues Kreiskrankenhaus in Betrieb genommen, für welches der Landkreis Wolfratshausen 13 Mio. D-Mark zur Verfügung gestellt hatte.

Nach modernsten Standards erstellt und ausgestattet, galt die Klinik in ganz Oberbayern als beispielhaft und gewann in der Bevölkerung sehr bald den Ruf, „gute Medizin nah am Menschen“ zu gewährleisten. Seither investierte das Haus mit Unterstützung des Freistaats Bayern und des Landkreises Bad Tölz-Wolfratshausen weitere 35 Mio. Euro in stetige Strukturmaßnahmen und in kompetentes, innovatives Personal.

Dies sind Eckpunkte einer erfolgreichen Unternehmensgeschichte der letzten 50 Jahre, die am 30. April 2016 um 19.00 Uhr mit einer prominent besetzten Festrevue in der Loisachhalle Wolfratshausen gefeiert wird.

Mehr als 17.000 Menschen jährlich vertrauen ihre Gesundheit stationär oder ambulant den Ärzten, Krankenpflegern, Therapeuten und weiteren Mitarbeitern an. „Patienten brauchen neben einer hochwertigen medizinischen Versorgung auch Geborgenheit und freundliche Zuwendung während ihres Klinikaufenthaltes“, weiß Geschäftsführer Hubertus Hollmann und fasst damit das Klinik-Leitbild zusammen. Von der Geburt bis ins hohe Alter sind die Landkreisbewohner in der Akutklinik bestens versorgt. „Die Bevölkerung der Städte Wolfratshausen und Geretsried sowie der Gemeinden im nördlichen Landkreis findet am Moosbauerweg eine umfassende gesundheitliche Versorgung auf hohem medizinischen Niveau in vertrauter Umgebung“, hebt Landrat Josef Niedermaier hervor. Individuelle Betreuung, ein engagiertes Team und hochwertige medizinische Versorgung in einem warmen Ambiente: Diese Begriffe kennzeichnen die Qualität der Klinik. Eine Qualität, die das Haus 2004 unter anderem zum „Akademischen Lehrkrankenhaus der Ludwig-Maximilians-Universität München“ machte.

Hochwertige Grund- und Regelversorgung mit vielen Disziplinen

Stolz auf die Entwicklung der Kreisklinik Wolfratshausen: Geschäftsführer Hubertus Hollmann und der Ärztliche Direktor, Dr. Stefan Schmidbauer.

Ein schwerer Unfall auf den Straßen, das Herz setzt plötzlich aus oder ein Unwohlsein wirft einen Spaziergänger wie aus dem Nichts um: Die umfassend modernisierte, interdisziplinäre Intensivstation leistet in den ersten Minuten und Stunden lebensentscheidende Hilfe. Vom Notarztwagen in den Hightech-Bereich für Patienten: In medizinisch überwachten Einzelzimmern, durch Behandlung mit modernsten technischen Geräten und ein fachkompetentes Team finden Betroffene hier schnelle, qualifizierte Hilfe. Die Intensiv-Station ist nur einer der Schwerpunkte. So leistet die Chirurgie unter der Leitung von Chefarzt Dr. Stefan Schmidbauer im operativen Bereich wortwörtlich „ganze Arbeit“. Nach Möglichkeit greifen die Operateure dabei auf die Chirurgie „der kleinen Schnitte“, die minimal invasive Operationstechnik zurück, was den Heilungsprozess merklich beschleunigt. „Ich konnte sieben Tage nach meinem mittelschweren Eingriff aufrecht und schmerzfrei nach Hause gehen“, freute sich etwa ein Patient, der sich einer Darm-OP unterzogen hatte – in einem Bereich, in welchem die Kreisklinik ebenso herausragend ist: das zertifizierte Interdisziplinäre Bauchzentrum unter der gemeinsamen Führung von Chefarzt Dr. Michael Trautnitz (aktuell Leiter) und Dr. Schmidbauer. Hier tauschen die Fachleute im Gremium ihr spezifisches Know-how rund um Darmerkrankungen aus und bündeln es zum Vorteil der Patienten. Kommt es zur OP, sorgen die Anästhesisten unter Chefarzt Dr. Josef Orthuber für eine optimal dosierte Narkose und bei Bedarf für individuell angepasste Schmerzmittel.

Weaning: sanfte Entwöhnung vom Beatmungsgerät

Nicht nur die Mitgliedschaften im Traumanetzwerk Oberbayern Süd und im Tumorzentrum München ermöglichen der Klinik, auf Augenhöhe mit dem medizinischen Fortschritt zu bleiben. Darüber hinaus bauten die Verantwortlichen die Schilddrüsen- und Hernienchirurgie sowie die Unfallchirurgie und die Endoprothetik aus, erweiterten vor knapp zwei Jahren die Wirbelsäulenchirurgie und die Schulterchirurgie. Damit deckt die Klinik ein breites Spektrum an Krankheitsbildern ab, immer nach neuesten Erkenntnissen, unter Einsatz modernster Mittel und auf höchstem hygienischen Standard. Auf- und ausgebaut wurden die Operationssäle, die Schlaganfallabteilung, die Palliativmedizin, die Endoskopie oder das Weaning. Letztere Disziplin hilft langzeitbeatmeten Patienten, Schritt für Schritt wieder aus eigener Kraft zu atmen. Der Anstoß für diesen neuen und innovativen Schwerpunkt geht auf die hohe Kompetenz in der Pneumologie im Haus zurück sowie auf die zunehmende Zahl an schweren und chronischen Lungenerkrankungen, erklärt Dr. Schmidbauer.

Gemeinsam für starken Gesundheitsstandort

Josef Niedermaier, Landrat Bad Tölz-Wolfratshausen.

„Der Bau des Krankenhauses war ein großer Schritt zu mehr Lebensqualität im ländlichen Raum“, erläutert Josef Niedermaier. Als vierter Landrat hält er viele Fäden in der Hand, während der Landkreis die Geschicke der Kreisklinik begleitet und fördert, auch wenn sie seit der Umwandlung in eine GmbH vor 14 Jahren organisatorisch und wirtschaftlich auf eigenen Füßen steht. Wegweisend und vorausschauend waren der Beitritt zum kommunalen Klinikverbund Gesundheit Oberbayern GmbH und der Gesundheitscampus. Die in räumlicher Nähe zur Klinik angesiedelten niedergelassenen Ärzte und therapeutischen Einrichtungen wie die Radiologie, die Plastische Chirurgie, Neurologie, Urologie und das Pflegeheim Seniorenwohnpark Isar-Loisach der ASB – Casa-Vital GmbH vervollständigen das Leistungsangebot am Klinikstandort. Um den hohen Standard im Haus zu unterstützen, schlossen sich 1993 Förderer und Unterstützer zu einem Förderverein zusammen, der seit Bestehen Spenden und Mitgliederbeiträge für die Anschaffung von Geräten, Ausstattungen und Fördermaßnahmen in Höhe von zirka 562.000 Euro einbrachte.

Der Weg in die Zukunft ist bereitet

Die Klinik bietet heute rund 320 Menschen einen Arbeits- beziehungsweise Ausbildungsplatz und gehört damit zu den größten Arbeitgebern im Landkreis. Modern, immer am Zahn der Zeit und mit gut ausgebildeten Mitarbeitern gestaltet das Krankenhaus das Gesundheitswesen im Landkreis seit seinem Bestehen aktiv mit. Wo sieht sich die Kreisklinik Wolfratshausen in zehn Jahren? „Unsere Aufgabe ist es, die Kreisklinik so zu steuern, dass sie mit ihren Stärken, örtlicher Nähe, hoher medizinischer Kompetenz für die Grundversorgung und hoch motivierten Mitarbeitern als „das“(!) Krankenhaus im nördlichen Landkreis etabliert ist“, wirft der Landrat einen Blick in die Glaskugel. Allerdings: „Dafür müssen alle Verantwortlichen an einem Strang ziehen, damit die Kreisklinik die Herausforderungen auf dem extrem schwierigen Gesundheitsmarkt meistern kann.“ Die vergangenen 50 Jahre mit „guter Medizin nah am Menschen“ haben gezeigt: Der Weg dafür ist bestens bereitet.

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