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Mehr als 17 000 Patienten sind im vergangenen Jahr stationär oder ambulant in der Kreisklinik am Wolfratshauser Moosbauerweg versorgt worden.

Geschäftsjahr 2016 endete mit positivem Ergebnis 

Kreisklinik gelingt Kehrtwende

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Nach verlustreichen Jahren ist der Wolfratshauser Kreisklinik die Kehrtwende gelungen. Das Geschäftsjahr 2016 endete laut Klinik-Geschäftsführer Hubertus Hollmann mit einem „leicht positiven Ergebnis“.

WolfratshausenDas Wirtschaftsjahr oberhalb der berühmten schwarzen Null abzuschließen, ist für deutsche Kliniken, die den Auftrag zur medizinischen Grundversorgung haben, eine schwierige Aufgabe. Insbesondere kleine Krankenhäuser haben mit erschwerten Bedingungen zur Sicherung und Weiterentwicklung ihrer Leistungsfähigkeit zu kämpfen. „In Bayern schreiben bereits etwa die Hälfte aller Krankenhäuser negative Betriebsergebnisse“, berichtet Hubertus Hollmann, Geschäftsführer der Wolfratshauser Kreisklinik. Deswegen ist er besonders stolz, verkünden zu können: „Nach den vorangegangenen Verlustjahren 2013 bis 2015 schaffte die Kreisklinik 2016 – gerade richtig im 50. Jahr ihres Bestehens – mit einem leicht positiven Jahresergebnis eine Kehrtwende.“

Die Ärzte und Pflegekräfte an der Einrichtung am Moosbauerweg „haben gemeinsam mit den übrigen Klinikmitarbeitern hervorragende Arbeit geleistet“, stellt Hollmann fest. Das gute Jahresergebnis 2016 beruht laut seiner Analyse „auf immensem Engagement der Klinikteams für unseren Auftrag, die medizinische Grundversorgung wohnortnah in hoher Qualität zu sichern und darüber hinaus mit Spezialangeboten das Spektrum der Klinik weiterzuentwickeln“.

Die Inbetriebnahme der neuen Intensivstation im Januar vergangenen Jahres hätte hervorragende Voraussetzungen für die Leistungsfähigkeit der Kreisklinik geschaffen. Darauf habe zum Beispiel die sogenannte Weaningabteilung aufbauen können – eine hoch spezialisierte Einheit zur Unterstützung der Lungenfunktion nach längerer künstlicher Beatmung. Hollmann: „Die Weaningabteilung hat sich in kurzer Zeit weit über den Landkreis hinaus einen hervorragenden Ruf erarbeitet.“

Die Patientenzufriedenheit wird permanent systematisch ausgewertet

Gleichzeitig liefen in der Wolfratshauser Chirurgieabteilung die kürzlich abgeschlossenen Zertifizierungsvorbereitungen für das Kompetenzzentrum „Hernienchirurgie“ (OP nach Eingeweidebruch) und der Ausbau des orthopädischen Bereichs, in dem laut Hollmann 2016 eine wachsende Zahl von Patienten mit künstlichen Gelenken versorgt wurde. „Es ist wichtig, dass wir permanent investieren“, betont der Klinik-Geschäftsführer, „und zwar in mehrerlei Hinsicht: in medizinisch-technische Ausrüstung ebenso wie in fachliches Know-how und in weitere Spezialisierungen, die für unsere Region wichtig sind.“

Die Unterstützung durch Bürger und Politiker, die die Kreisklinik in den vergangenen Wochen in der Diskussion über die Zukunft der Geburtshilfeabteilung erfahren hat, „muss uns Verpflichtung sein“, so Hollmann. Ebenso wie die in den vergangenen 15 Jahren über 35 Millionen Euro, die in die Kreisklinik investiert worden sind. Leicht, das weiß der Geschäftsführer, sind die anstehenden Herausforderungen nicht: Gegenwärtig werden konzeptionelle Überlegungen zur Weiterentwicklung der Wolfratshauser Geburtshilfestation angestellt, die wie berichtet sehr komplex sind. Mitte des Jahres soll die neue Akutgeriatrie Einzug in die Kreisklinik halten. Hollmann: „Eine der vordersten Aufgaben ist es deshalb, qualifiziertes Personal an die Kreisklinik Wolfratshausen zu binden und die bereits gut funktionierenden Kooperationsbeziehungen zu festigen und auszubauen.“

2016 sind laut Geschäftsbericht mehr als 17 000 Patienten stationär oder ambulant in der Kreisklinik versorgt worden. Diese „Bindung“, so Hollmann, soll konsequent gestärkt werden. „Dazu werden unter anderem medizinische Informationsabende angeboten und die Patientenzufriedenheit systematisch und permanent ausgewertet.“

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