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Hoffnung für Mitarbeiter der Schön-Klinik

Kreisklinik schafft neue Jobs

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Wolfratshausen – Die Wolfratshauser Kreisklinik wird neue Arbeitsplätze schaffen. Zudem sind weitere Zukunftsprojekte geplant.

„Wir suchen neues Personal und werden im kommenden Jahr neue Stellen besetzen“, sagt Klinikchef Hubertus Hollmann im Gespräch mit unserer Zeitung. Die 233 Vollzeitstellen, die sich gut 300 Mitarbeiter teilen, sollen aufgestockt werden. Das sei auch ein Zeichen an die Mitarbeiter der Schön Klinik am Starnberger See, sagt Hollmann.

Die Klinik in Kempfenhausen (Gemeinde Berg) schließt wie berichtet zum Jahresende. Die gesamte Belegschaft ist betroffen. Wie es mit den mehr als 200 Angestellten weitergeht, ist offen. Hollmann: „Wir haben uns bereits gegenüber den Mitarbeitern geäußert, dass wir Fachkräfte und Ärzte für Wolfratshausen suchen.“

Die Schließung der Schön Klinik hat laut Hollmann möglicherweise weitere Auswirkungen auf seinen Krankenhausstandort. Ob und wie viele neue Patienten sich künftig in Wolfratshausen behandeln lassen, sei aber unklar. „Wir müssen abwarten und die Patientenströme analysieren.“ Grundsätzlich habe man Kapazitäten frei, die man bei Bedarf auch aufstocken könne. „Dabei sind wir aber noch nicht.“ Dafür steht Hollmann nach eigenen Angaben mit dem Leiter des Starnberger Klinikums in Kontakt. Man spreche sich ab, was die Erwartungen für die Zukunft betreffe.

Hubertus HollmannGeschäftsführer der Kreisklinik.

Insgesamt ist Hollmann mit der Entwicklung der Kreisklinik zufrieden. Um den Spagat zwischen Grund- und Regelversorgung sowie Spezialisierung zu schaffen, seien aber gute Netzwerke notwendig. Nachdem das Bauchzentrum der Klinik zertifiziert worden ist, soll die Zertifizierung als Darmzentrum folgen. Dafür kann aber noch nicht die notwendige Zahl an Operationen nachgewiesen werden. Zudem sollen weitere Abteilungen ausgebaut und die Schlaganfallversorgung um Akutgeriatrie ergänzt werden. Geriatrie befasst sich mit der Lehre von den Krankheiten des alternden Menschen. Laut Hollmann wird im Januar ein Experte eingestellt, Fachkräfte würden hausintern weitergebildet. 20 Betten sind geplant. Ziel ist die Aufnahme in ein Fachprogramm.

Wirtschaftlich macht der Klinikchef positive Prognosen – „nach drei nicht so guten Jahren“, sagt er. Wie berichtet macht die Kreisklinik Miese. „Man muss erst investieren, um dann die Früchte zu ernten“, erklärt Hollmann. In diesem Jahr sinke das Defizit deutlich, die Tendenz sei gut. „Dann muss sich zeigen, wie gut sich unsere neuen Projekte wirtschaftlich auswirken.“

dor

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