Das Flussfestival soll viele Zuschauer locken. Wegen der Corona-Pandemie muss die Kommune aber abspecken. Kulturmanagerin Schretzenmaier ist dennoch zuversichtlich.
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Das Flussfestival soll viele Zuschauer locken. Wegen der Corona-Pandemie muss die Kommune aber abspecken. Kulturmanagerin Schretzenmaier ist dennoch zuversichtlich.

Kommune übt sich im Prinzip Hoffnung

Kulturmanagerin erklärt Plan für das Flussfestival – Tests und Hygienemaßnahmen sind geplant

  • vonDominik Stallein
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WolfratshausenWie das für den Sommer geplante Flussfestival stattfinden kann, ist aufgrund der Corona-Pandemie noch völlig unklar. Kulturmanagerin Marlene Schretzenmaier ist trotz vieler Unwägbarkeiten optimistisch. Vor allem Corona-Schnelltests und das Fortschreiten der Impfkampagne geben der Rathausmitarbeiterin Grund zur Hoffnung. Dennoch überlegt sich die Kommune einen Plan B.

Wegen der Pandemie wurden bereits Änderungen vorgenommen. Statt des imposanten „Opera Tents“ soll an der alten Floßlände ein Festzelt aufgebaut werden (wir berichteten). Darin könnten 200 Zuschauer mit ausreichendem Mindestabstand untergebracht werden. „Ich bin nach wie vor sehr zuversichtlich, dass das klappt“, sagte Schretzenmaier in der jüngsten Sitzung des Kulturausschusses. „Die Planungen sind aber immer noch sehr, sehr schwierig, und es tauchen immer wieder neue Probleme auf.“ Derzeit könne man nicht sicher prognostizieren, welche Auflagen im Sommer – von 9. bis 25. Juli soll das Festival stattfinden – gelten werden. „Ich liebäugele damit, Schnelltests von den Besuchern zu nehmen“, sagt Schretzenmaier. Auch ein vollständiger Impfschutz könnte einen Besuch erlauben. „Wir rechnen außerdem mit Maskenpflicht und Mindestabstand.“

Weitere Maßnahmen möchte die Kommune selbstständig ergreifen: Die Konzerte sollen höchstens zwei Stunden dauern. Wenn Pausen wegen des Pandemie-Geschehens nicht erlaubt sein sollten, nur noch 90 Minuten. Wie Schretzenmaier mitteilte, soll es keine „Verweilmöglichkeiten“ nach den Veranstaltungen geben, „sehr wahrscheinlich“ soll ein Alkoholverbot gelten. Die Kontaktnachverfolgung soll ebenfalls gewährleistet werden, möglicherweise über eine App. Die Mitwirkenden aller Veranstaltungen sollen vorher genau wie die Besucher auf das Virus getestet werden.

Aktuell gilt immer noch ein generelles Veranstaltungsverbot für die Kulturbranche. „Eine Absage oder Verschiebung bereitet allen Veranstaltern große Sorge“, schreibt die Kulturmanagerin in einem Bericht. Bis 10. Juni könne die Kommune die Reihe an der Loisach noch absagen. „So ist es mit allen Beteiligten vereinbart“, sagte Schretzenmaier. Ob das nötig ist, würden die kommenden Wochen und das Infektionsgeschehen zeigen.

Eine Absage käme die Stadt teuer zu stehen: Es gibt keine Ausfallversicherung, in einigen Verträgen sind Ausfall-Honorare festgehalten. „Es macht aber keinen Unterschied, wann wir absagen“, betonte Schretzenmaier. So lange es möglich ist, möchte sie weiter planen. Eine Verschiebung in den Herbst, nach der FDP-Stadtrat Dr. Patrick Lechner fragte, sei hingegen schwer möglich. „Wir planen für den Herbst schon die Iloga, einige Veranstaltungen wurden auch dorthin verschoben“, erklärte Schretzenmaier. Ein komplettes Festival mit 18 Einzelveranstaltungen zu verschieben, sei kaum realisierbar.

Als Option möchte das Referat Stadtmarketing eine hybride Festival-Version in der Hinterhand behalten. „Die Veranstaltungen zu streamen, ist schon eine Überlegung“, sagte Schretzenmaier, „aber im Sommer ist das nicht meine liebste Option.“ Sie setze darauf, dass Präsenzveranstaltungen wieder möglich sein werden.

„Es sollte stattfinden, die Leute sind wieder reif dafür, Veranstaltungen zu besuchen“, meinte CSU-Rätin Susanne Thomas mit Blick auf das Flussfestival. Mit Schnelltests für zusätzliche Sicherheit zu sorgen, empfand Dritte Bürgermeisterin Annette Heinloth als gute Idee.  

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