Carl-Christian Eick, Redaktionsleiter des Isar-Loisachboten/Geretsrieder Merkur.
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Carl-Christian Eick, Redaktionsleiter des Isar-Loisachboten/Geretsrieder Merkur.

Kommentar

„Kunstturm“ in Wolfratshausen“: Gemeinsam könnte Großes gelingen

  • Carl-Christian Eick
    vonCarl-Christian Eick
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Der Kulturverein Isar-Loisach will mit dem „Kunstturm“-Projekt nicht zuletzt die Wolfratshauser Altstadt beleben. Dabei sollte man die Ehrenamtlichen unterstützen - allen voran die Stadt. Ein Kommentar:

„Life is a Cabaret“, stellte die amerikanische Sängerin Liza Minnelli 1972 fest. „Was bringt es, allein in deinem Zimmer zu hocken? Komm und hör, wie die Musik spielt, das Leben ist ein Kabarett, alter Freund, los, komm ins Kabarett“, heißt es in dem weltberühmten Song. Mutmaßlich ganz bewusst wählte der Kulturverein Isar-Loisach (KIL) das Motto „Life is a Cabaret“ für den Premierenabend im Schwankl-Eck.

Andere Leuchtturmprojekte gibt‘s nur auf dem Reißbrett

Los, Kulturschaffende und Publikum, kommt her, macht aus dem „Kunstturm“-Projekt ein dauerhaftes Refugium für Kreativität und Kommunikation, so der Appell der Initiatoren aus Wolfratshausen und Geretsried. Mit dem mutigen Vorstoß, dem geschichtsträchtigen Gebäude neues Leben einzuhauchen, will der Kulturverein nicht zuletzt zur Aufwertung der Altstadt beitragen. Mit einem zentralen öffentlichen Raum, in dem Schönes und Schräges präsentiert und genossen werden kann, kommt man diesem Ziel tatsächlich deutlich näher als mit häufig propagierten „Leuchtturmprojekten“, die bis dato nur als Bauruine Schlagzeilen machen beziehungsweise seit Jahren ausschließlich auf dem Reißbrett existieren.

Den Kunstturm gibt‘s nicht zum Nulltarif

Den Wolfratshauser „Kunstturm“ gibt’s nicht zum Nulltarif. Gefragt ist jetzt Solidarität mit den Ehrenamtlichen. Der Kulturverein Isar-Loisach braucht langfristige Planungssicherheit, der Immobilieneigentümer will seine Miete sehen, Vernissagen und Konzerte kosten Geld. Vorausgesetzt, das KIL-Konzept ist belastbar, würde es dem Stadtrat gut zu Gesicht stehen, als erster eine Patenschaft für den von Bürgern kreierten „Kunstturm“ zu übernehmen. Wünschenswert wäre, dass Wirtschaft und Privatpersonen diesem Beispiel folgen.

So könnten KIL und Co. tatsächlich etwas Großes gelingen: Ein Leuchtturmprojekt in der Wolfratshauser Altstadt – das wirklich leuchtet.

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