+
Die ersten Halstücher übergaben JU-Vorsitzender Andreas Ofenbeck und Katrin Patermann an Hebamme Simone Färber-Meisterjahn (Mitte) von der Kreisklinik.

Lätzchen für Landkreiskinder

Geburtshilfe: JU-Vorsitzender kritisiert Vorgehen des Landrats

Dass Halstücher für Babys die Geburtshilfeabteilungen im Landkreis nicht unmittelbar retten, war der Jungen Union (JU) laut Pressemitteilung bewusst, als sie vor Kurzem ihre Halstuch-Aktion ins Leben riefen. Aufgrund der aktuellen Entwicklung wollen die Nachwuchs-Politiker mit dem Willkommensgeschenk für Babys weiter ein „positives Zeichen“ setzen.

Wolfratshausen - Daher überreichten sie die ersten Tücher Hebamme Nicole Färber-Meisterjahn und ihrem Team in der Wolfratshauser Kreisklinik. Der Aufdruck „Schee, dass’d da bist“ bezieht sich daher nicht nur auf die neuen Erdenbürger, sondern auch auf Geburtshilfeabteilungen, wie Vorsitzender Andreas Ofenbeck schreibt. Es sei „unverständlich“ wenn ein Landkreis mit der Prognose auf Bevölkerungszuwachs dementsprechende Abteilungen schließen muss. Die Hintergründe dazu würden nur „im stillen Kämmerlein den Kreisräten verraten“. Diese müssten dann „binnen kürzester Zeit langfristig wirkende Entscheidungen per Abstimmung treffen“. Weil sich Landrat Josef Niedermaier bereits gegen Wolfratshausen festgelegt habe, „soll sich der Landkreis offensichtlich lieber dem Wohlwollen eines auf Profit ausgerichteten Klinikkonzerns aussetzen“, so der Vorsitzende.

„Die Hebammen und Ärzte in Wolfratshausen und Tölz machen einen tollen Job“

Laut Ofenbeck „greifen viele Argumente für die Schließung ins Leere“. So sei es nur bedingt richtig, dass viele werdende Eltern im Landkreis bereits in andere Kliniken ausweichen. „Fakt ist, dass die Hebammen und Ärzte in Wolfratshausen und Tölz einen tollen Job machen und die werdenden Mütter und Väter mit viel persönlichem Engagement betreuen.“ Um sich weiter für die Geburtshilfe im Landkreis stark zu machen, lädt die JU gemeinsam mit der Grünen Jugend für Montag, 20. März, zu einem Informations- und Diskussionsabend ein. Im Zentrum steht die Frage: „Was sind uns unsere Kinder wert?“ Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr im Wirtshaus Flößerei. 

red

Zum Thema lesen Sie auch: „Wir werden weiterkämpfen“: Wolfratshausen und Geretsried ziehen an einem Strang

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Erstwählerin im Interview: „Ein bisschen nervös“
Julia Schlappa aus Geretsried ist Erstwählerin. Im Interview spricht sie über ihr Gefühl vor der Bundestagswahl 2017. 
Erstwählerin im Interview: „Ein bisschen nervös“
Ohne Wahlhelfer geht nichts: Eine Bürgerpflicht
Damit die Bundestagswahl möglichst reibungslos abläuft, sind im Wahlkreis 223 (Bad Tölz-Wolfratshausen/Miesbach) rund 1900 Wahlhelfer im Einsatz. Einer von ihnen ist …
Ohne Wahlhelfer geht nichts: Eine Bürgerpflicht
Britin darf erstmals zur Bundestagswahl gehen
Seit dem 13. Februar dieses Jahres ist Vanessa Magson-Mann deutsche Staatsbürgerin. Die gebürtige Britin – sie lebt seit 26 Jahren in der Bundesrepublik – darf also am …
Britin darf erstmals zur Bundestagswahl gehen
Seminar St. Matthias: Wie die Schule sich verändert hat
Das Seminar St. Matthias feiert 90-jähriges Bestehen. Im Gespräch blickt Stiftungsdirektor Professor Joachim Burkard zurück.
Seminar St. Matthias: Wie die Schule sich verändert hat

Kommentare