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Gastrednerin beim FDP-Neujahrsempfang: Die Europaabgeordnete Nadja Hirsch (re.) forderte die Stä rkung des „Chancenkontinents“.

Neujahrsempfang

Landkreis-FDP will „wieder sichtbarer werden“

  • vonPeter Herrmann
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Der FDP-Kreisvorsitzende Fritz Haugg möchte die Liberalen verstärkt im Mittelzentrum Geretsried-Wolfratshausen positionieren. 

Bad Tölz-Wolfratshausen/Puppling – Eine positive Bilanz des vergangenen Jahres zog FDP-Kreisvorsitzender Fritz Haugg beim Neujahrsempfang der Liberalen im Wirtshaus Pupplinger Au. Nach dem Wiedereinzug in den bayerischen Landtag und einem deutlichen Mitgliederzuwachs auf Kreisebene von 52 auf derzeit „knapp über 60 Mitglieder“, will sich die Partei nun verstärkt im Mittelzentrum Geretsried-Wolfratshausen positionieren.

„Diese beiden Städte sind so vernetzt, dass man von einem gemeinsamen Gebiet sprechen kann“, erklärte Haugg vor 25 Besuchern. Am 12. Februar wird deshalb im Wolfratshauser Wirtshaus Flößerei der FDP-Ortsverband Geretsried-Wolfratshausen gegründet. Der Geretsrieder Stadt- und Kreisrat Günther Fuhrmann hat diesbezüglich hohe Erwartungen. „Ich wünsche mir eine neue Ära in der FDP-Kommunalpolitik“, sagte er. Als einziger FDP-Vertreter im Geretsrieder Stadtrat stehe er mit seinen Anträgen derzeit oft auf verlorenem Posten. „Wir müssen Fraktionsstärke bekommen und wieder sichtbarer werden“, forderte Fuhrmann.

Zudem will Fuhrmann im Geretsrieder Stadtrat einen Antrag stellen, dass ein „Arbeitskreis zur Infrastruktur für technische und soziale Maßnahmen“ gegründet wird. Nur so sei das sich stetig verschärfende Verkehrsproblem und der prognostizierte Zuzug in den Griff zu bekommen. Fuhrmann bedauerte, dass dieser Antrag voraussichtlich noch nicht auf der Tagesordnung der nächsten Stadtratssitzung am 29. Januar stehen wird.

Einen Blick auf die bevorstehende Europawahl wagte anschließend Nadja Hirsch. Die 40-jährige Münchnerin ist selbst Abgeordnete des Europaparlaments und wird erneut kandidieren. Sie übte scharfe Kritik am bevorstehenden Austritt der Briten aus der EU und den Dexit-Ausstiegsplänen der AfD. „Wir haben gegenüber den großen Handelsmächten USA und China nur eine Chance, wenn wir als Europäer gemeinsam mit einer Stimme sprechen“, erklärte Hirsch. Die ehemalige Münchner Stadträtin wünscht sich zudem einen Abbau nationaler bürokratischer Hürden, digitale Wettbewerbsfähigkeit auf dem Weltmarkt sowie eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für Start-up-Unternehmen. 

ph

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