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Entspannende Massage: Einige Unternehmen im Landkreis versüßen den Alltag ihrer Mitarbeiter mit zusätzlichen Gratisleistungen. 

Massagen, Obst, Babysitter

Mit diesen Zusatzleistungen kämpfen Firmen und ihre Mitarbeiter

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Gesunde und motivierte Mitarbeiter sind extrem wichtig für Unternehmen. Dafür lassen sich viele Arbeitgeber etwas einfallen.   

Bad Tölz- Wolfratshausen – Geeignete Fachkräfte zu finden, gestaltet sich für viele Arbeitgeber als immer größere Herausforderung. Die Stadt Geretsried gewährt jetzt ihren Angestellten eine Großraumzulage. Damit folgt sie Wolfratshausen, Münsing, Egling und Icking. Manche Unternehmen im Landkreis bieten allerdings noch mehr als Extrageld, um ihre Mitarbeiter zu halten und zu motivieren.

Ein Schmankerl hält der Geretsrieder Metallwarenhändler Albromet für seine Angestellten bereit: Um vom anstrengenden Arbeitsalltag abzuschalten, gibt es zweimal im Monat Gratis-Massagen. „Wir sehen das als Wertschätzung für unsere Mitarbeiter“, sagt Geschäftsführer Peter Lang auf Nachfrage unserer Zeitung. In den Aufenthaltsräumen stehen außerdem Körbe mit frischem Obst bereit. An Kaffee, Wasser und Saft dürfen sich die 20 Beschäftigten ebenfalls gratis bedienen. „Diesen Service bieten wir seit etwa zehn Jahren“, so der Geschäftsführer. Er weiß: Die kleinen Aufmerksamkeiten kommen sehr gut an. „Einmal im Jahr führen wir eine Befragung zur Mitarbeiterzufriedenheit durch – diese Werte sind seit 2010 besser geworden“.

Gusatvo-Gusto-Mitarbeiter leben gesund

Ab und an eine Pizza umsonst ist für die Mitarbeiter des Geretsrieder Tiefkühlpizza-Herstellers Gustavo Gusto drin. „Unsere Angestellten sollen gesund bleiben – und gerne in die Arbeit gehen“, betont Pressesprecherin Patricia Franzius. Deshalb gibt es für die 270 Mitarbeiter obendrauf kostenlos Wasser, Tee und Obst. „Dreimal die Woche bekommen wir eine frische Obstlieferung von Edeka“, verrät Franzius.

Auf die Gesundheit seiner Mitarbeiter achtet auch Schraubautomaten Weber. Das Automations-Unternehmen beschäftigt in Wolfratshausen 270 Frauen und Männer. „Seit über zwei Jahre stellen wir unseren Mitarbeitern wöchentlich Obstkörbe für jede Abteilung mit wechselnden Obstsorten zur Verfügung“, sagt Marketing-Manager Benedikt Burger. Die Vitaminspritzen sieht er als eine „willkommene Ergänzungen zum ausgewogenen Brotzeit- und Mittagsangebot in unserer Kantine“. Momentan baut der Global-Player seinen Firmensitz im Wolfratshauser Gewerbegebiet aus. Hier soll es für Mitarbeiter künftig auch die Möglichkeiten geben, ihre Elektroautos an Ladestationen aufzuladen.

Bei Tyczka gab es schon einen Babysitter-Service

Einmal im Jahr ein Flaschengas für den Grill, täglicher Essenszuschlag in der Kantine oder Fahrgeldzuschuss für den Arbeitsweg mit öffentlichen Lebensmitteln: „Wir haben einen Katalog an Sonderleistungen, aus denen die Angestellten frei wählen dürfen“, berichtet Frederick Tyczka-Christoph. Er ist Pressesprecher des renommierten Gasversorgungsunternehmes Tyczka in Geretsried. Das Angebot für die 351 Beschäftigten ändere sich „immer mal wieder“. Tyczka-Christoph: „Letztes Jahr gab es zum Beispiel einen Babysitter-Service.“ Im Winter steht im Bistro und im Großraumbüro zusätzlich frisches Obst bereit. Kaffee und Wasser sind zu jeder Jahreszeit „for free“. Für die Online-Plattform „Machfit“ erhalten die Mitarbeiter jährlich ein bestimmtes Guthaben. „Dieses darf jeder so verwenden, wie er möchte. Etwa für Massagen, Yoga oder im Fitnessstudio“.

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Die Sparkasse Bad Tölz-Wolfratshausen zählt mit 450 Mitarbeitern zu den größten Arbeitgebern im Landkreis. Seit der Abschaffung der ehemaligen Ballungsraumzulage sorgt die Sparkasse für eine freiwillige ausgleichende Regelung, etwa mit einer betrieblichen Zusatzversorgung. „In Form eines Essensschecks erhalten unsere Angestellten außerdem jeden Tag einen Zuschuss zum Mittagessen“, sagt Pressesprecher Willi Schleicher. Einlösen kann man diesen in mehreren Restaurants und Bäckereien. „Nahezu alle unserer Mitarbeiter nutzen dieses Angebot“, weiß Schleicher.

kof

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