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Aus dem Landkreis - in den Landkreis: Immer mehr Arbeitnehmer pendeln.

Arbeitsagentur veröffentlicht Statistik

Lange Arbeitswege sind offenbar kein Problem: Immer mehr Berufstätige pendeln

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Nach den aktuellen Zahlen der Rosenheimer Arbeitsagentur sind im Agenturbezirk noch nie so viele Arbeitnehmer gependelt wie derzeit.

Bad Tölz-Wolfratshausen Dr. Nicole Cujai ist zufrieden. „Unser Arbeitsmarkt ist in guter Verfassung. Die Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist in unserem Agenturbezirk, der Stadt und Landkreis Rosenheim sowie die Landkreise Miesbach und Bad Tölz-Wolfratshausen umfasst, in den vergangenen Jahren immer weiter auf zuletzt knapp 188 600 gestiegen“, freut sich die Leiterin der Rosenheimer Arbeitsagentur.

Immer öfter akzeptieren die Arbeitnehmer einen weiteren Arbeitsweg, „da die richtige Stelle wohl seltener direkt vor der Haustür liegt“, sagt Cujai. Täglich oder wöchentlich würden 36 940 Personen in den Agenturbezirk einpendeln, um einer Beschäftigung nachzugehen. „Das sind 1140 mehr als im Vorjahr und so viele wie nie.“

„151 380 der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze werden von Männern und Frauen besetzt, die im Bezirk arbeiten und wohnen. Aber auch ihr Arbeitsplatz liegt häufig nicht in der Gemeinde, in der sie gemeldet sind. Cujai: „So haben Menschen, die in der Stadt Rosenheim wohnen, häufig ihren Arbeitsplatz im Kreis Rosenheim und Einwohner aus dem Landkreis Miesbach arbeiten im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen, um ein Beispiel zu nennen.“

Rund 213 210 Personen – 5380 mehr als im Vorjahr –, die einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachgehen, leben im Bezirk der Arbeitsagentur Rosenheim. Immer mehr von ihnen, zuletzt 61 820, sind sogenannte Auspendler und arbeiten außerhalb des Agenturbezirkes. „Knapp 37 000 Menschen“, so Cujai, „also rund 60 Prozent der Auspendler, sind im Agenturbezirk München angestellt.“ An zweiter Stelle steht der Agenturbezirk Weilheim mit 6030 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, die dorthin auspendeln, gefolgt vom Agenturbezirk Freising mit 4870 Personen. „Daraus ergibt sich, dass 24 880 mehr Arbeitnehmer aus- als einpendeln, was die Sogwirkung der Landeshauptstadt unterstreicht“, sagt die Agenturchefin.

Im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen sind 36 699 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze registriert. 9996 davon besetzen Einpendler. Die meisten von ihnen kommen aus dem Kreis Weilheim-Schongau (1906), der Stadt München (1750) und dem Kreis Miesbach (1465). 49 789 Beschäftigte wohnen im Landkreis. 23 116 davon arbeiten außerhalb des Landkreises. Die meisten pendeln in die Stadt München (7841), den Kreis München (4217) und nach Weilheim-Schongau (2917).

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