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„Flott und kostengünstig“: Der Verein „Lebendige Altstadt Wolfratshausen“ schlägt den Bau einer zweiten Parkebene auf dem bestehenden Lehrerparkplatz am Hammerschmiedweg vor. 

Gegen die Parkplatznot

LAW will 32 neue Parkplätze als „Puffer“

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Der Verein „Lebendige Altstadt Wolfratshausen“ (LAW) ist laut Vorsitzendem Hans-Werner Kuhlmann bemüht, in puncto Parkplatznot „den Dampf aus dem Kessel zu lassen“. Der Verein hat einen Vorschlag erarbeitet.

Wolfratshausen – In einem Pressegespräch am Dienstag erklärte Kuhlmann die Idee. Erst vor wenigen Tagen plädierte der Verein für eine „Parkplatz-Rochade“, um zentrumsnah Flächen freizumachen. Erstens: Der Lehrerparkplatz an der Sauerlacher Straße sollte auf den Parkplatz hinter der Sparkasse am Hammerschmiedweg verlegt werden. Zweitens: Die 40 Parklizenz-Inhaber vom Loisachhallen-Parkplatz sollten ebenfalls auf den Sparkassen-Parkplatz umgesiedelt werden. Als weitere Sofortmaßnahme schlägt die LAW den Bau eines Parkdecks am Lehrerparkplatz an der Sauerlacher Straße vor.

Dautenhahn will zweite Parkebene „schnell und kostengünstig“ schaffen

Das Konzept von Roland Dautenhahn vom LAW-Arbeitskreis Verkehr sieht an der Stelle eine zweite Parkebene vor. Zu den vorhandenen 36 Stellflächen würden so 32 zusätzliche geschaffen. „Und zwar schnell und kostengünstig“, wie Dautenhahn am Dienstag betonte. Ein Vorteil sei es, dass der existierende Parkplatz zirka 1,50 Meter unterhalb der Sauerlacher Straße liege. Trotz eines zweiten Decks würde an der Stelle somit kein „optischer Schandfleck“ entstehen.

Idee der LAW: „keine Alternative“ zu Parkdeck am Hatzplatz

Die Idee der LAW sei „keine Alternative“ zum Bau eines Parkdecks am Hatzplatz, stellte Beiratsvorsitzender Ernst Gröbmair mit Nachdruck fest. Man müsse die Maßnahme als „Puffer“ verstehen. Denn egal, ob am Hatzplatz, am Paradiesweg, vor der Loisachhalle oder hinter dem Sparkassengebäude: Rollen die Bagger zur Erweiterung dieser Parkplätze an, fallen auf jeden Fall während der Bauzeit Stellflächen weg. Um diesen temporären Verlust zu kompensieren, biete sich die zweite Parkebene an der Sauerlacher Straße an.

Wunsch: Systematisches Vorgehen der Kommune

„Der Bau kann relativ flott gehen“, meinte LAW-Vize-Vorsitzender Klaus-Peter Scharf. Der Architekt hat nicht zuletzt die Ferienzeiten im Auge – in denen der Lehrerparkplatz seinen Namen nicht verdient. Scharf und Dautenhahn wünschen sich ein systematisches Vorgehen der Kommune: Zu Beginn müsse die Frage beantwortet werden, wie viele Parkplätze in der Stadt definitiv gebraucht werden. Eine politische „Hopplahopp-Entscheidung“ könne dazu führen, „dass es am Ende zu wenig oder zu viel sind“.

Verein pocht auf ein Gesamtkonzept

Grundsätzlich pocht der Verein hinsichtlich der Innenstadtentwicklung auf ein Gesamtkonzept. Die Neugestaltung des westlichen Loisachufers, die seit Jahren auf der Tagesordnung steht, und die voraussichtlich aufwändigen Sanierungs- und mögliche Erweiterungsarbeiten an der Hammerschmiedschule sollten bei jedem der nächsten Schritte mitberücksichtigt werden.

Idee noch nicht mit der Stadt besprochen

Nein, mit Bürgermeister Klaus Heilinglechner oder den Stadträten sei die Idee eines zusätzlichen Parkdecks an der Sauerlacher Straße noch nicht besprochen worden, räumte Hans Gärtner ein, Mitglied im LAW-Arbeitskreis Stadtlandschaften. Der Vorschlag solle die Stadträte bei ihren eigenen Überlegungen unterstützen, sagte LAW-Vorstandsmitglied Dietlind Diepen. Die Umsetzung der Idee „wäre ein erster Schritt, um Dampf aus dem Kessel zu lassen“, unterstrich Kuhlmann.

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