Druckfrisch auf den Gabentisch: Auch als Weihnachtsgeschenk empfehlen Badehaus-Vorsitzende Dr. Sybille Krafft (re.) und Fotografin Justine Bittner das Buch „LebensBilder“.
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Druckfrisch auf den Gabentisch: Auch als Weihnachtsgeschenk empfehlen Badehaus-Vorsitzende Dr. Sybille Krafft (re.) und Fotografin Justine Bittner das Buch „LebensBilder“.

Badehaus-Verein feiert Buchpremiere

„LebensBilder“ erzählt Geschichten von ehemaligen Bewohnern des Lagers Föhrenwald

  • VonPeter Herrmann
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Der Waldramer Badehausverein bringt ein Buch mit Porträts ehemaliger Bewohner des Lagers Föhrenwald heraus.

Waldram – Im Oktober eröffnete die Fotografin Justine Bittner im Gartengeschoss des Erinnerungsorts Badehaus ihre Ausstellung „LebensBilder – Porträts aus dem jüdischen DP-Lager Föhrenwald“. Nun ist dazu ein Buch erschienen. 16 Mitglieder des Vereins Bürger fürs Badehaus Waldram-Föhrenwald verfassten zu Bittners Bildern 34 Porträts von Menschen, die nach dem Zweiten Weltkrieg im einstigen Föhrenwald vorübergehend eine Bleibe fanden und mittlerweile in verschiedenen Ländern leben.

2000 Exemplare mit einem Gesamtgewicht von rund 2,6 Tonnen stapeln sich derzeit auf Tischen im Badehaus. Es ist das Ergebnis eines ambitionierten Projekts, das 2018 seinen Anfang nahm. Zur damaligen Eröffnung des Erinnerungsorts fanden sich viele prominente Gäste aus dem In- und Ausland am Kolpingplatz ein. „Damals habe ich viele Fotos gemacht“, sagt Justine Bittner. Zeitgleich drängte sich die Idee auf, schriftliche Biografien zu den abgebildeten Personen zu verfassen. „Das Projekt hat eine Vielzahl von Menschen zusammengeführt: Juden und Nichtjuden, Deutsche, Israelis und Amerikaner, Studenten und Rentner, Berufstätige und Bundesfreiwillige“, ergänzt Badehaus-Vorsitzende Dr. Sybille Krafft in einem Pressegespräch. Jüngste Autorin ist die 18-jährige Kristina Tschamler, die ihren Bundesfreiwilligendienst im Badehaus absolvierte. Als ältester Mitwirkender beteiligte sich der Zeitzeuge Chaim Bukszpan, der vor Kurzem im Alter von 97 Jahren verstarb. Krafft räumt ein, dass der Aufwand groß war. So galt es nicht nur, über persönliche Begegnungen, Telefonate, Briefe, E-Mails und digital geführte Gespräche Kontakt zu den porträtierten Personen aufzunehmen. „Auch die Korrektur-, Übersetzungs- und Lektoratsarbeiten waren enorm“, erklärt Krafft. Sie dankt ihren Helferinnen Stephanie Coenen und Barbara Kaulbarsch, die mit ihr die in Deutsch und Englisch verfassten 176 Seiten penibel überprüften. Fotografin Justine Bittner bezeichnet es als große Herausforderung, in kurzer Zeit das Vertrauen von Menschen zu gewinnen. „Es war mir wichtig, durch eine formatfüllende Abbildung der Gesichter und einen meist direkten Blick den Betrachter sowohl zu berühren, als auch auf seine Lebensgeschichte neugierig zu machen.“

ph

Info

Das Buch „LebensBilder – Porträts aus dem jüdischen DP-Lager Föhrenwald“ ist für 24,90 Euro im Buchhandel erhältlich und kann auch über die Website erinnerungsort-badehaus.de bestellt werden. Auf der Homepage ist zudem eine ausführliche Buchvorstellung abrufbar: Die Autoren und Autorinnen lesen die einzelnen Kurzbiografien vor.

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