Fleißige Köche: Der freiwillige Helfer Tony Hümpfner (hinten) und und Wirt Javid Khalegi bereiten ein Weihnachtsessen für die Bewohner einer Obdachlosenunterkunft zu.
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Fleißige Köche: Der freiwillige Helfer Tony Hümpfner (hinten) und und Wirt Javid Khalegi bereiten ein Weihnachtsessen für die Bewohner einer Obdachlosenunterkunft zu.

„Da Gianni“ kocht für Bewohner einer Unterkunft

Leckeres Weihnachtsessen für Obdachlose

Javid Khaleghi, genannt „Gianni“, hat ein Herz für Obdachlose: Erneut lud der Wirt der Stadion-Gaststätte Bewohner der Obdachlosenunterkunft zum Weihnachtsessen ein.

Wolfratshausen – Für viele Menschen ist das Essen mit der Familie der Höhepunkt des Weihnachtsfestes. Das weiß auch Javid Khaleghi, den alle nur „Gianni“ rufen. Der Wirt der Pizzeria Da Gianni im Vereinsheim des Isar-Loisach-Stadions wollte daher ein paar Menschen eine Freude machen, deren Weihnachten sonst eher dürftig ausfällt. Mit Schnitzeln, Pizza, Nudeln, Bratkartoffeln und Salat bereitete Khaleghi den zehn Bewohnern einer Wolfratshauser Obdachlosenunterkunft ein Festmahl zu. „Ich weiß, wie wichtig dieses Fest für viele Leute ist, welche Bedeutung es hat“, sagt der Gastronom.

Dabei muss Khaleghi selbst derzeit auf einen Großteil seiner Einnahmen verzichten. Statt des üblichen Lokalbetriebs kann er wegen des Corona-Lockdowns nur einen Lieferdienst anbieten. „Ich werde mit dem Restaurant momentan sicher nicht reich, aber mit meiner Spende konnte ich Menschen an einem Abend glücklich machen, den niemand alleine verbringen will“, erklärt er. Auch wenn es für die Gastronomie momentan nicht so laufe wie gewohnt, habe er diese Menschen nicht vergessen wollen.

Bevor Khaleghi im Sommer das Wolfratshauser Vereinsheim übernommen hat, war er in Eurasburg tätig. Bereits seit einigen Jahren kocht der gebürtige Afghane zu den Weihnachtstagen für Obdachlose und sozial Schwache. Seine sechs Kinder wissen bereits, dass ihr Papa am Heiligabend noch arbeiten muss. Sie nehmen sich ein Beispiel an seiner Spendenbereitschaft, berichtet Khaleghi. „Sie haben mit ihrem Taschengeld noch ein paar Schoko-Nikoläuse für die Essens-Empfänger gekauft.“

dst

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