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Energiesparend: Die Beleuchtung am Walsersteg ist schon mit LED-Technik ausgestattet.  

Energiebericht

LED-Offensive im Frühjahr

Wolfratshausen – Der Verbrauch sinkt leicht, aber er sinkt. Das geht aus dem Energiebericht 2015 hervor, den die städtische Energiebeauftragte Eva Vorderobermeier im Stadtrat vorstellte. Großes Einsparpotenzial gibt es bei der Straßenbeleuchtung. Sie soll komplett auf LED umgestellt werden.

Im Jahr 2012 hat die Stadt mit der Umrüstung begonnen und die Fuß- und Radwege an der Angerwiese mit LED ausgerüstet. Inzwischen leuchten die energiesparenden Lampen auch an anderer Stelle, zum Beispiel am Walsersteg und am Busbahnhof. Weitere sind beauftragt beziehungsweise in Planung. Bereits im Frühjahr soll an diesen Straßen die Beleuchtung ausgetauscht werden: Margeriten-, Grubigstein-, Stein-, Stobäus-, Sudeten-, Schlesier, und Faulhaberstraße, Moosbauerweg, Pfaffenrieder Straße und Kräuterstraße. Eine Energieeinsparung von 80 Prozent erhofft sich Vorderobermeier von der Umstellung und den Einbau einer Nachtabsenkung von 23 bis 5 Uhr. Der Austausch soll mit Hilfe eines Förderprogramms gestemmt werden.

Die Frage von Grünen-Stadtrat Dr. Hans Schmidt – „Wie viel Prozent unserer Beleuchtung sind dann umgestellt? – konnte sie zwar nicht aus dem Stegreif beantworten. „Ich kann Ihnen aber sagen, dass es um 146 Lichtpunkte geht.“ Amortisiert haben soll sich die Umrüstung nach neun Jahren. Die Straßenbeleuchtung macht rund 41 Prozent des Stromverbrauchs aus.

Auffällig ist, dass der Stromverbrauch am Nantweiner Friedhof im Vergleich zu 2013 stark zurückgegangen ist. Zuvor gab es hier auffallend hohe Werte in einzelnen Monaten für den Betrieb der Leichenhalle, erläuterte Vorderobermeier. „Also für Kühlung, Licht und Telefon.“ Man habe den Friedhofswärter darüber informiert. „Er behält den Verbrauch künftig genau im Auge.“ Die größten Stromverbraucher sind die Mttelschule Wolfratshausen und die Schule Waldram, das Rathaus sowie die Turn- und die Mehrzweckhalle.

Der Gasverbrauch ist in den vergangenen Jahren insgesamt zurückgegangen, auch 2014. „Hier sieht man den positiven Einfluss der Schulen in Wolfratshausen und Waldram besonders deutlich“, führte die Energiebeauftragte aus. „Die 2011 durchgeführte Teil- beziehungsweise Generalsanierung hat zu einer Absenkung um rund 40 Prozent geführt.“ Sorgenkind ist hier der Gebäudekomplex Weidach mit Schule, Kindergarten, Schwimmbad und Bürgerhaus. „Die Schule ist sowohl energetisch als auch technisch auf einem vergleichsweise schlechten Stand und sollte dringend erneuert werden“, steht in dem Bericht. In Sachen energetische Modernisierung habe dieser Komplex Priorität. Erreicht werden könne dies durch eine bessere Wärmedämmung sowie die Gewinnung und Nutzung erneuerbarer Energien wie oberflächennahe Geothermie oder Solarthermie.

Minimal gestiegen sind die Kosten für die Bewirtschaftung der städtischen Liegenschaften. Im Jahr 2014 lagen sie bei rund 910 000 Euro.

Frederik Lang

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