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Nicht nur zum Schlafgehen: Je mehr Eltern ihren Kinder vorlesen desto besser.  

Bundesweiter Vorlesetag

Lehrerin erklärt: Darum ist die Gute-Nacht-Geschichte für die Kinder so wichtig

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Wer seinen Kindern vorliest, hilft ihnen fürs ganze weitere Leben. Das betont Christina Jarraß, Lehrerin der Klasse 2a an der der Grund- und Mittelschule Wolfratshausen.

Wolfratshausen – Es ist ein Ritual, das in vielen Familien dazugehört: Vor dem Einschlafen gibt’s eine Gute-Nacht-Geschichte. Das Vorlesen ist nicht nur gut für eine ruhige Nacht. Wer seinen Kindern vorliest, hilft ihnen fürs ganze weitere Leben. Das betont auch Christina Jarraß, Lehrerin der Klasse 2a an der der Grund- und Mittelschule Wolfratshausen. Aus Anlass des bundesweiten Vorlesetags hat unser Mitarbeiter Patrick Staar mit ihr gesprochen.

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Frau Jarraß, wie wichtig ist aus Ihrer Sicht, dass Eltern ihren Kindern vorlesen?

Ich finde, das ist eine ganz wichtige Sache, weil es die Kinder motiviert, irgendwann selbst lesen zu können. Sie merken: Die tollen Geschichten, die ich da höre, kann auch mir auch selbst erlesen. Außerdem regt Vorlesen wahnsinnig die Fantasie an. Das Kopfkino, das sich da abspielt, ist ganz anders, als wenn man einen Film anschaut.

Lesen die meisten Eltern ihren Kindern vor?

Es ist zweigeteilt. Die einen lesen viel vor, die anderen nicht. Ich habe schon den Eindruck, dass das Vorlesen tendenziell abnimmt.

Versuchen Sie auf die Eltern einzuwirken?

Wir thematisieren das immer wieder, klar. Lesen ist eine der wichtigsten Schlüssel-Qualifikationen. Lesen brauche ich nicht nur für Deutsch, sondern für sämtliche Schulfächer. Auch im späteren Leben geht’s nicht ohne Lesen. Ich muss verstehen, was ich lese. Lesen macht Menschen zu mündigen Bürger.

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Kann man als Schule die Freude am Lesen fördern?

Wir setzen hier in der Schule sehr auf Lese-Förderung. Wir gehen ab der ersten Klasse in die Bücherei. Es kommt schon mal vor, dass uns eine Büchereimitarbeiterin was vorliest. Wenn wir in der Schule Zeit und Gelegenheit haben, lesen wir auch vor. Und wir versuchen, die Kinder dazu zu bringen, viel selbst zu lesen. Deshalb ist es ganz wichtig, dass Eltern das zu Hause mit ihren Kindern üben. Und wir haben in der Schule das Konzept mit den Lesepaten.

Was hat es damit auf sich?

Das sind zwei ehrenamtliche Leute, die einmal pro Woche in die Klasse kommen und uns unterstützen. Sie üben mit einer kleinen Gruppe das Lesen und lesen ihnen vor. Das lieben die Kinder. Das ist toll. Die beiden helfen uns unwahrscheinlich weiter.

Haben die Kinder die Ruhe zuzuhören oder haben sie eher Hummeln im Popo?

(lacht) Die Kinder, die um die Gruppe herumkreisen, gibt es natürlich immer wieder, aber man kann schon darauf hinwirken, dass es ruhiger wird.

Welches Buch würden Sie Kindern empfehlen?

Kinder mögen sehr gerne die Bücher vom kleinen Ritter Kokosnuss. Im Moment lese ich in meiner Klasse das Buch „Zippel das Schlossgespenst“ vor. Das finden die Schüler toll.

(pr)

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