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Seit mehr als einem halben Jahr ist das Lehrschwimmbecken im Wolfratshauser Stadtteil Weidach geschlossen. Ändern wird sich daran mittelfristig nichts.

DLRG muss im Trockenen üben

Lehrschwimmbecken: Mängelliste wird immer länger

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Seit mehr als einem halben Jahr ist das Lehrschwimmbecken im Wolfratshauser Stadtteil Weidach geschlossen. Ändern wird sich daran mittelfristig nichts. Aber der Stadtrat will sich der Sache annehmen.

Wolfratshausen – „Das Thema wird uns demnächst im Stadtrat beschäftigen“, sagt Bürgermeister Klaus Heilinglechner auf Anfrage unserer Zeitung. Das Problem sei nicht alleine die defekte Filteranlage, wegen der das Bad Mitte Juni geschlossen worden war. „Wir haben auch die Gebäudehülle prüfen lassen“, berichtet Heillinglechner. „Dabei hat sich gezeigt, dass eine aufwändige Betonsanierung nötig ist, wenn wir einen einwandfreien Betrieb aufrechterhalten wollen.“ Genauere Angaben könne er nicht machen, betont der Rathauschef. „Der Stadtrat muss entscheiden, ob und in welchem Umfang er Maßnahmen ergreifen will.“

DLRG muss im Trockenen üben

Für die DLRG Wolfratshausen-Schäftlarn ist die Situation alles andere als erfreulich. „Wir üben quasi im Trockenen“, sagt der Vorsitzende Bernhard Link. „Das macht uns zu schaffen.“ Eine Konsequenz: Bereits gestartete Anfängerkurse beziehungsweise Kurse für das fortgeschrittene Seepferdchen können nicht weiterlaufen. „Wir hoffen sehr, dass das Bad bald wieder benutzbar ist“, ergänzt Link. Probleme werde man aber auch danach bekommen. „Weil die Kurse dann natürlich später enden, zieht das einen Rattenschwanz von Terminverschiebungen nach sich.“ Derzeit verhandle man mit dem Bademeister der Olympia-Schwimmhalle in München, ob die Rettungsschwimmer dort eine Einheit absolvieren könnten. Für die Anfänger und die Seepferdchen-Anwärter wäre das keine Lösung – alleine schon aus logistischen Gründen.

Wasserwacht: Schwimmtraining muss ausfallen

Kurz und knapp fällt das Fazit von Ingo Roeske aus, stellvertretender Technischer Leiter der Wasserwacht Wolfratshausen. Zurzeit falle das Schwimmtraining ins Wasser. Glücklicherweise habe sich zumindest für die Abzeichenprüfungen am Montag eine Lösung gefunden. „Da kommen wir in Bad Tölz unter.“

Entspannt wartet man die Entwicklung an der Grundschule ab. „Das Weidacher Bad war schon zu, als ich hier Schulleiter wurde“, sagt Rektor Frank Schwesig. Insofern bleibe alles, wie es ist. „Da wir keine Ausweichmöglichkeit haben, haben die Kinder Sport- statt Schwimmunterricht. Aber natürlich hoffen wir, dass wir bald wieder rein können.“

Undichte Stellen, defekte Fenster, fehlende Überlaufrinne

Die Mängelliste im Weidacher Bad ist lang. Wie in der Juli-Sitzung des Stadtrats bekannt wurde, gibt es neben Schäden an der Betondecke undichte Stellen in der Folie und keine Überlaufrinne. Die Alufenster sind defekt, Umkleideraum, Dusche und Toilette sind nicht nach Geschlechtern getrennt. Zur Bewertung der Mängel und um das weitere Vorgehen abzustimmen, wurde ein Ingenieurbüro eingeschaltet. Damals standen Gesamtkosten zwischen 150 000 und 500 000 Euro im Raum. Für die Bewirtschaftung werden jährlich 25 000 bis 30 000 Euro fällig.

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